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Verwirrspiel um Baustellen

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Von: Florian Hesse

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Die Kanalbaustelle in der Heerstraße geht aller Voraussicht nach in die Verlängerung. 
Die Kanalbaustelle in der Heerstraße geht aller Voraussicht nach in die Verlängerung.  © Florian Hesse

Die gute Nachricht für die Bürger in Oberbrügge und Ehringhausen vorab: Es wird gearbeitet an der Kanalbaustelle an der Heerstraße, die seit Ende März auf der Landesstraße 892 die Verbindung zwischen Halver und Lüdenscheid kappt. Die schlechte Nachricht hinterher: Es ist nicht klar, wie lange noch.


Halver/Oberbrügge - Eigentlich sollten die umfangreichen Arbeiten, mit denen ein Bächlein am Heideweg aufgefangen werden soll, am Freitag abgeschlossen sein, dass die Heerstraße wieder freigegeben werden kann. Doch das klappt wohl nicht.

Das beauftragte Bauunternehmen habe um eine Verlängerung der Vollsperrung gebeten, und zwar um drei bis vier Wochen, heißt es im Rathaus. Doch dem will die Stadt nicht nachkommen, um den einwohnerstarken Ortsteil endlich wieder anfahrbar zu machen. Wie es ab Montag weitergeht, ist daher offen. Zumindest im Gespräch war eine halbseitige Sperrung mit Ampelanlage im Baustellenbereich, heißt es im Halveraner Rathaus.

Ins Rutschen gekommen sein könnte der ohnehin ambitionierte Zeitplan für die Bachverrohrung durch Schlechtwetterphasen und einen schweren Arbeitsunfall. Am Ende aber hängt von der Fertigstellung der Maßnahme einiges ab.

Auch Wahrde-Abstieg später?

Ohne freie Fahrt auf der Heerstraße wird ein anderes Projekt zunächst eingefroren. Der Landesbetrieb Straßen.NRW will die Fahrbahndecke der Bundesstraße 229 zwischen Ostendorf und Brügge, den Wahrde-Abstieg. sanieren, braucht dafür aber die Ausweichstrecke über Oberbrügge, die dann den Verkehr zwischen Halver und der B54 zwischenzeitlich aufnehmen soll.

Doch damit hängt auch der Landesbetrieb hinterher. Mitte Juli könnte die Submission erfolgen, schätzt Andreas Berg aus der Presseabteilung von Straßen.NRW. Damit wäre die Maßnahme allerdings mit erheblicher zusätzlicher Belastung für Oberbrügge auch heraus aus der verkehrsarmen Zeit der Sommerferien.

Als Ausweichstrecke unverzichtbar

Ein weiterer Wermutstropfen bei der Landesplanung: Die Arbeiten für den Kreisverkehr an der B229 in Oeckinghausen wurden nicht mit ausgeschrieben, als es um den Wahrde-Abstieg ging. Dass es mit dieser Maßnahme in diesem Jahr noch etwas wird, hält Pressesprecher Andreas Berg für äußerst unwahrscheinlich. Im Umkehrschluss: Auch für dieses Vorhaben müsste die B229 wohl nächstes Jahr gesperrt werden – wieder mit Umleitung über Oberbrügge und die L892.

Das aber führt dazu, dass sich auch die Sperrung der Heerstraße nach hinten schieben könnte, die eigentlich im kommenden Jahr erforderlich gewesen wäre. Die Fahrbahnsanierung der Landesstraße im unteren Teil vom Ortseingang in Ehringhausen bis zur Volmestraße (B54) steht ebenfalls noch aus.

Wann welches Projekt nun angegangen werden kann, ist zum jetzigen Zeitpunkt offen. Und wenn alles fertig ist, könnte dann auch eine Nebenbaustelle in Angriff genommen werden. Vom Landesbetrieb gab es eigentlich die Zusage, auch das städtische Sträßchen zwischen Schmidtsiepen und Heesfeld über Berge und Neuenhaus wieder herzustellen, das bei der Vollsperrung der Bundesstraße 229 im Jahr 2019 vom Ausweichverkehr völlig kaputt gefahren wurde. Doch das bleibt wohl noch Zukunftsmusik.

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