Verschärfte Richtlinien für den Verkauf von Feuerwerk

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Heute startet der Verkauf von Feuerwerksartikeln in den Geschäften, die bei der Lagerung und dem Verkauf der entfallmbaren und explosiven Ware verschärfte Sicherheitsrichtlinien zu beachten haben. ▪

HALVER ▪ Für die Kunden hat sich nichts geändert, wohl aber für die Händler: In diesem Jahr greifen verschärfte Sicherheitsrichtlinien, die für die Lagerung und den Verkauf von Feuerwerkskörpern zu beachten sind. Der Allgemeine Anzeiger sprach im Vorfeld des Verkaufs von Raketen, Böllern & Co., der heute beginnt, mit einigen Händlern in Halver.

„Die neuen Richtlinien sind deshalb verschärft worden, weil der Sprengstoffgehalt der Feuerwerkskörper erhöht wurde“, erklärte Ehrhard Schmidt, Mitarbeiter bei Kaufpark. Das gelte vor allem für die so genannten Batterien, die nach einmaligem Anzünden automatisch mehrere Effekte auslösen.

In den Lagerräumen, die mit Brandschutztüren versehen sein müssen, dürfen daher ab sofort nur noch 300 Kilogramm Feuerwerk auf einer Stelle und nicht mehr, wie bisher, 1000 Kilogramm gelagert werden. „Das zulässige Höchstgewicht gilt übrigens nur für den Nettowert des Sprengstoffs, nicht für das tatsächliche Gewicht einer Box und der einzelnen Materialien“, sagte Ehrhard.

Das Nettogewicht der Feuerwerkskörper, die in der Verkaufsräumen angeboten werden, darf dagegen maximal 70 Kilogramm betragen. „Die Verkaufsstände müssen außerdem vom Personal beaufsichtigt werden“, erläuterte Jochen Schomacker vom Baumarkt Lieder. Aus diesem Grund werde die explosive Ware im Kassenbereich aufgestellt. Das halten auch der Kaufpark und HSL an der Frankfurter Straße so.

Alle drei Händler gaben auch an, dass im Zweifelsfall das Alter der Käuferinnen und Käufer kontrolliert werde. „Wenn wir uns nicht sicher sind, müssen wir uns selbstverständlich einen Ausweis zeigen lassen“, sagte Daniela Seibel, Mitarbeiterin bei HSL. Feuerwerkskörper der Kategorie 2 – darunter fallen unter anderem Böller, Kracher und Raketen – dürfen nur an Personen über 18 Jahre verkauft werden – und nicht ohne Sicherheitsverpackungen im Verkaufsraum ausliegen. Wer etwa einzelne Raketen im Laden als Dekorationsmaterialien verwendet, benötige hierfür eine spezielle Lizenz, sagte Ehrhard Schmidt.

Das Ordnungsamt wird von heute bis einschließlich Samstag die Einhaltung der Richtlinien unangemeldet kontrollieren.

Den befragten Händlern zufolge wird heute der Großteil der Feuerwerksartikel über die Ladentheken gehen. „Vor allem Jugendliche und junge Erwachsene freuen sich auf die Knallerei, die kommen meist direkt zum Verkaufsstart“, sagte Daniela Seibel. Laut Jochen Schomacker sind es überwiegend Familien, die am 31. Dezember noch Feuerwerk kaufen. „Das sind häufig Eltern, die kurzentschlossen doch noch etwas haben oder die nicht länger als nötig Feuerwerkskörper im Haus aufbewahren wollen, damit Kinder die nicht finden“,so Schomacker. ▪ Sven Prillwitz

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