Verkürzte Rettungszeiten durch Hubrettungsbühne

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Der kleine Drehleiterwagen hat als Erinnerung ausgedient: Bernd Eicker, Stefan Czarkowski und Thomas Gehring (von links) freuten sich gestern mitteilen zu können, dass für die Feuerwehr ein Hubrettungsfahrzeug bestellt worden ist. ▪

HALVER ▪ Was lange währt, wird endlich gut – diese alte Binsenweisheit trifft derzeit auf die Freiwillige Feuerwehr zu. Denn der Wunsch nach einem erforderlichen Drehleiterwagen – heute Hubrettungsfahrzeug – , der schon seit vielen Jahren besteht, kann endlich erfüllt werden.

Wie Bürgermeister Dr. Bernd Eicker, Bürgerdienste-Fachbereichsleiter Thomas Gehring und Stadtbrandinspektor Stefan Czarkowsky gestern gemeinsam mitteilen konnten, ist solch ein Hubrettungswagen nach der politischen Beschlussfassung im Stadtrat und durchgeführter europaweiter Ausschreibung bestellt worden. Aus dem kleinen Drehleiterwagen, den bereits Hans-Eberhard Kopp, der ehemalige Leiter der Feuerwehr Halver, bei seinem Amtsantritt erhalten hatte, wird nun also ein großer.

Natürlich sieht das echte Hubrettungsfahrzeug anders aus als der kleine Drehleiterwagen: Es handelt sich auch um keine Drehleiter, mit der Menschen gerettet werden sollen, sondern um die „Hubrettungsbühne Metz B32“. Solch ein Fahrzeug steht auf der Prioritätenliste des Brandschutzbedarfsplans (von 2009) ganz oben, „ist die wichtigste Anschaffung“, wobei Eicker an den Brand im April in einem Wohnhaus an der Eichendorffstraße mit sieben Verletzten erinnerte und damit die Notwendigkeit für den Hubrettungswagen unterstrich.

Am 6. Mai war die europaweite Ausschreibung veröffentlicht worden, die mit Unterstützung der KuA (Kommunal- und Abwasserberatung) NRW, einer Tochterfirma des Städte- und Gemeindebundes, erstellt worden war. Am 4. Juli erfolgte die Submission, so Gehring, danach kam es noch in Halver zu einer Vergleichsführung zwischen den Angeboten der Firmen Metz und Bronto. Und am 1. August sei der Auslieferungsauftrag erteilt worden.

Das MAN-Fahrzeug verfügt über einen teleskopierbaren Arm mit mehreren Gelenken – was die Einsatzmöglichkeiten deutlich erhöht – und einen Korb, der eine Arbeitshöhe von 32 Metern ermöglicht, fünf Personen, einen Rollstuhlfahrer oder eine Krankentrage aufnehmen kann. Natürlich sind am Korb Sicherungsmöglichkeiten für Rettungseinsätze und ein so genanntes Wenderohr und am Arm die erforderliche Wasserzuleitung ebenso installiert wie eine Leiter für den Notfall im Notfall.

Das Fahrzeug sei auf dem neuesten technischen Stand, freuten sich Eicker, Gehring und Czarkowski. Daher könne man von einer Einsatzdauer von 25 bis 30 Jahren ausgehen. Jetzt müssten nur noch zehn Feuerwehrmänner als Drehleitermaschinisten ausgebildet werden. Dies geschehe in Karlsruhe direkt beim Hersteller. Die „Blauröcke“ werden dann das Fahrzeug gleich mitbringen, was voraussichtlich im Oktober passiert. Es wird der von den Abmessungen her größte Wagen der Freiwilligen Feuerwehr Halver sein und im Gerätehaus „Stadtmitte“ an der Thomasstraße stationiert.

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