Warten im Dunkeln

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Halver - Ein alter Mann steht auf dem Gehweg und wartet. Minutenlang. Die Querung über die Hagedornstraße ist an der Kreuzung Frankfurter Straße zehn Meter weit. Mit seinem Einkaufsroller hat er im Dunkeln um 17.30 Uhr keine Chance.

Ein Betrachter der Szene stoppt den fließenden Verkehr und hilft ihm hinüber. Die Verkehrssituation im Kreuzungsbereich von Frankfurter Straße, Hagedornstraße und Herpiner Weg ist für Autofahrer unübersichtlich und für Fußgänger prekär. Das weiß auch Bürgermeister Michael Brosch. Er werde daher die Situation am 7. Dezember auch in der Unfallkommission des Märkischen Kreises ansprechen, kündigt er an.

 Alternative: Über drei Ampeln 

Problem für beispielsweise die Bewohner der WHS-Häuser an der Frankfurter Straße 64 und 66, Hautmontstraße oder der Hagedornstraße ist, dass sie zumindest an einer Stelle stark befahrene Straßen ohne Fußgängerampeln queren müssen, wenn sie nicht einen erheblichen Umweg über Umgehungsstraße und Herpiner Weg in Kauf nehmen wollen. Wenn nicht, wird der Weg vom Netto-Markt nach Hause mit Einkaufstrolley, Rollator oder Kinderwagen zum Spießroutenlauf. 

Mit der Eröffnung des Fachmarktzentrums sind der Tannenweg und die Hagedornstraße deutlich stärker mit Verkehr befrachtet als zuvor. Die gut ausgebaute Hagedornstraße darf mit 50 Stundenkilometern befahren werden. Und die breiten und nutzbaren Fahrradfahrer-Schutzstreifen auf beiden Seiten bieten subjektiv das Gefühl, auch problemlos schneller fahren zu können. Das wird objektiv dann auch getan. 

Keine schnelle Lösung in Sicht 

Eine Querungshilfe über die Hagedornstraße, ausgestattet mit sogenanntem taktilem Pflaster, besteht an der Stelle tatsächlich, wird aber nicht genutzt, Sie befindet sich mit entsprechend abgesenkten Bordsteinen etwa 30 Meter unterhalb der Kreuzung und weist deutliches Gefälle auf. 

Eine kurzfristige Lösung für den Bereich ist derzeit nicht in Sicht, und für eine abschließende Bewertung der Lage ist es vielleicht zu früh. Noch ist nicht klar, wie sich der Vollbetrieb des Fachmarktzentrums auf die Verkehrsströme in der Innenstadt und eben an der stark genutzten Kreuzung auswirken wird. 

Zudem befindet sich ein Gutachten in Arbeit, das sich mit der Ausweisung von Tempo-30-Bereichen in Wohngebieten beschäftigt. Ob die Hagedornstraße hierin einbezogen wird, ist eine der Fragen. Entsprechende politische Vorstöße hat es bereits gegeben, die Zone vom Tannenweg bis zur Einmündung der Frankfurter Straße auszudehnen.

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