Verkehrskonzept: Noch kein Beschluss

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Der neuralgische Punkt in der Verkehrsführung: Die Mündung der Mittel- in die Von-Vincke-Straße.

Halver - Die Änderung der Verkehrsführung in der Innenstadt bleibt vorerst weiterhin offen: Der Ausschuss für Planung und Umwelt wollte sich am Mittwoch noch nicht endgültig darauf festlegen, einen Ringverkehr auf der Frankfurter-, Bahnhof-, Mittel- und Von-Vincke-Straße einzurichten.

Allerdings entschieden sich die Mitglieder des Gremiums dafür, der Verwaltung die Möglichkeit zu geben, den sogenannten Planfall 4 „weiter zu verfolgen und die Details für eine Realisierung weiter zu auszuarbeiten“. So lautete letztlich der Auftrag an die Verwaltung im von Paul Adolf Turck – der für den erkrankten Peter Starke die Sitzung leitete – geänderten Beschluss.

Der Planfall 4, der im vergangenen Jahr im Innenstadtforum, im Arbeitskreis Regionale und im Planungsausschuss vorgestellt und diskutiert worden war und für den man sich eigentlich entschieden hatte, sieht folgende Maßnahmen vor: Die Frankfurter Straße soll zwischen dem „Runden Eck“ und dem „Alten Markt“ zur Einbahnstraße werden. Der obere Teil der Bahnhofstraße (ZOB) wird für den allgemeinen Verkehr freigegeben und die Einbahnstraße der Mittelstraße wird umgekehrt. Darüber hinaus soll der Busverkehr aus der Frankfurter Straße herausgehalten werden. Die Busse würden dann über die Von-Vincke-, Thomas- sowie Hagedorn- und Bahnhofstraße (einschließlich des neuen Einkaufszentrums) rollen.

Ob es aber letztlich wirklich zu diesem Ringverkehr kommt, blieb nach den Diskussionen im Planungsausschuss offen. Denn beim Blick auf die Knotenpunkte kamen bei den Mitgliedern des Gremiums insbesondere hinsichtlich der Einmündung der Mittel- auf die Von-Vincke-Straße Sorgen und Unbehagen auf. Da würde auch ein Tempolimit von 30 km/h wenig helfen, zumal das Sichtfeld für Autofahrer nicht sehr groß sei. Zweimal links abbiegen (von der Mittel- auf die Von-Vincke- und weiter auf die Frankfurter Straße) könne zu Rückstaus und damit zu Problemen führen, meinte Sascha Gerhardt (FDP). Letztlich wurde sogar vorgeschlagen: „Warum dreht man den Ringverkehr nicht um?“

Diese Überlegung soll bei der weiteren Planung nicht außen vor gelassen werden. Die Verwaltung soll nach realisierbaren Lösungen für die neuralgischen Punkte der Verkehrsführung in der Innenstadt suchen. Diese wiederum müsste Akzeptanz beim Straßenverkehrsamt – zuständig für die Von-Vincke-Straße, die eine Kreisstraße ist – und ebenso bei MVG und BRS, was die Führung des Busverkehrs angeht, finden.

Auch von einem Probebetrieb des Ringverkehrs scheint man abzusehen: Nachdem sich die Mitglieder des Arbeitskreises Regionale am Dienstag dagegen ausgesprochen hatten, wurde auch im Planungsausschuss nicht weiter darüber diskutiert.

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