Verkehrskonzept für Innenstadt vorgestellt

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Zahlreiche Bürger ließen sich die möglichen Verkehrskonzepte für die Innenstadt vorstellen.

Halver - Unter der Überbschrift „Vitalisierung Zentrum Halver“ stand am Mittwoch im Kulturbahnhof das mögliche Verkehrskonzept für die Innenstadt auf der Tagesordnung. Von Seiten der Stadt waren die Anlieger beziehungsweise Bürger zu einer Informationsveranstaltung eingeladen worden.

Von Det Ruthmann

Unter der Berücksichtigung, dass natürlich auch vom künftigen Einkaufszentrum auf dem Bahngelände ein erhöhtes Verkehrsaufkommen auf Bahnhof- und Frankfurter Straße ausgehen wird, hatten das Büro ASS und die Ingenieurgesellschaft Stolz (IGS) Untersuchungen durchgeführt. Daraus resultieren vier mögliche Varianten, die von Hans-Joachim Hamerla sowie Jens Ebener (beide ASS) und Michael Vieten (IGS) vorgestellt wurden.

Alle drei machten dabei deutlich, dass der Verkehr mit den Plänen 1 (alles so belassen) und 2 (Vollsperrung am „Alten Markt“) nicht abwickelbar sei. Für die Experten ist auch die dritte Variante (Sperrung der Einfahrt am „Alten Markt“ in Richtung Rundes Eck, aber Rückfahrt im westlichen Teil der Frankfurter Straße) keine ideale Lösung.

Bevorzugt wird die Einbahnstraße bis zum „Alten Markt“, Öffnung des ZOB für den gesamten Verkehr und Umkehrung der aktuellen Einbahnstraße auf der Mittelstraße. Gleichzeitig würde der Busverkehr anders geführt, die Frankfurter Straße nur noch queren, so dass die Ampelanlage an der Kreuzung mit der Bahnhofstraße wegfallen könnte. Die Ausfahrt von der Mittel- auf die Von-Vincke-Straße würde zwar so funktionieren und sei besser, als die der Frankfurter Straße, dennoch könnte man noch verkehrssicherere Lösungen finden.

Bei der sich anschließenden Diskussion mit den zahlreichen Besuchern wurde deutlich, dass einige eine Verschlechterung des Wohngebiets Mittelstraße durch ein höheres Verkehrsaufkommen beklagen. Dem hielt Hamerla jedoch entgegen, dass es kein Wohngebiet sei, sondern mitten im Zentrum mit den entsprechenden Vorteilen liege. Eine Mehrbelastung sei vertretbar.

Häufiger ging es den Bürgern um die Geschwindigkeit der Autos, die sie am liebsten durch „Behinderungen“ ausbremsen würden. Nicht nur auf der Mittel-, sondern ebenfalls auf der Jugendheimstraße. Aber dort könne man gegebenenfalls noch „an den Schrauben drehen“, falls sich nicht gewünschte Zustände einstellen würden, meinten die Experten.

Auf der anderen Seite, da machten weder Hamerla noch Vieten einen Hehl draus, sei das zu schnelle Fahren ein gesellschaftliches Problem, das man nicht reglementieren könne. Aber darum gehe es eigentlich auch nicht. Vielmehr müsste man Verkehrszu- und -abnahmen abwägen. Und das Ganze im Zusammenhang mit den zahlreichen Veränderungen – Häuser der Kultur, Stadtpark, et cetera – in der Innenstadt sehen, meinte Hans-Joachim Hamerla.

Auch ein Ausprobieren der Einbahnstraße – wie vorgeschlagen – bringe nichts. Man würde den Anliegern nur etwas vorgaukeln, denn die Verkehrsbelastung durch das Einkaufszentrum auf dem Bahngelände sei nicht da. Dagegen werden Vorschläge, das machte Bürgermeister Dr. Bernd Eicker als Moderator des Abends deutlich, wie beispielsweise alternierendes Parken auf der Mittelstraße, in die weiteren Beratungen mit einfließen.

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