Neues Verkehrskonzept: Staugefahr befürchtet

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Halver - Das Verkehrskonzept für die Innenstadt ist politisch unstrittig. Im Ausschuss für Planung und Umwelt tauchten trotzdem Sorgen auf, wie Schulstraße, Thomasstraße an der Einmündung Von-Vincke-Straße und der stadtauswärts rollende Verkehr mit der höheren Belastung zurechtkommen.

Nicht abschließend beantwortet wurde in der vergangenen Woche der Hinweis von Sascha Gerhardt (FDP) und auch des externen Verkehrsplaners Michael Vieten, Büro IGS (Ingenieurgesellschaft Stolz, Neuss) auf die besondere Situation der Thomasstraße. Zum Zeitpunkt der Eröffnung des Einzelhandelszentrums am Bahnhof Mitte 2017 wäre die Straße jedoch Großbaustelle.

Thomasstraße 2017 Großbaustelle?

Sie ist im kommenden Jahr einziges Projekt der Stadt nach Kommunalabgabengesetz und soll von Grund auf saniert werden. Laut Verkehrsgutachten allerdings soll sie rund ein Viertel der abfließenden Fahrzeuge aus dem Einkaufszentrum in Richtung Von-Vincke-Straße aufnehmen.

Im Ergebnis könnte das Auswirkungen auf die enge und schlechter zu befahrende Schulstraße haben. „Behalten Sie die Schulstraße im Auge“, mahnte daher Vieten. Sollte sich herausstellen, dass der Verkehr nicht wie erwartet über Hagedorn- und Frankfurter Straße abfließt, sondern sich neue Wege sucht, könnte eine „unechte Einbahnstraße“ mit einem Einfahrverbot von der Frankfurter- zur Schulstraße notwendig werden, lautet seine Überlegung.

Und obwohl die vom Konzept berührten Kreuzungen leistungsfähig genug sind mit der Mindestbenotung ausreichend bis in der Regel gut bis sehr gut, erwarten ortskundige Ausschussmitglieder einen zäheren Verkehrsfluss auch für den Knoten von Frankfurter Straße und Hagedornstraße. Zu Spitzenverkehrszeiten sei stadtauswärts zu erwarten, dass Pkw-Fahrer auf der Frankfurter Straße gar nicht erst in die Kreuzung einfahren könnten, weil sich auf der Hagedornstraße ein Rückstau bilden könnte. Die auf der Frankfurter Straße stehenden Autos könnten wiederum eine Barriere bilden für Fahrzeuge auf der Schützenstraße, die vom Netto- beziehungsweise Dursty-Markt kommen. Dieser Verkehr könnte allerdings nach rechts in Richtung Thomasstraße rollen, meint der Gutachter.

Keine Öffnung der Schützenstraße

Ein Lösungsvorschlag, den Paul-Adolf Turck (UWG) unterbreitete, wird wohl chancenlos bleiben. Wie SPD-Fraktionschef Martin Kastner noch vor wenigen Monaten hatte auch Turck angeregt, die Schützenstraße für den Verkehr auch in Richtung Feuerwehrgerätehaus zu öffnen. Kämmerer Markus Tempelmann wirkte allerdings hochgradig sensibilisiert. Erforderlich wäre dazu die komplette Herstellung der Straße mit hohen Kosten. Halver unterhalte zurzeit rund 180 Kilometer Straße. Mehr sei nicht leistbar.

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