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Wohnen für Generationen in Ex-Schule im MK

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Von: Florian Hesse

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Susannenhöhe
Hat die aufgegebene Förderschule an der Susannenhöhe eine neue Zukunft als Wohnprojekt für mehrere Generationen? © Florian Hesse

Der Kaufvertrag zwischen der Stadt Halver und der im Juli gegründeten quatrio GmbH für die frühere Förderschule an der Susannenhöhe ist geschlossen und rechtsverbindlich. Ziel ist es, das Schulgebäude als Mehrgenerationenhaus nutzbar zu machen.

Halver - Eine entsprechende Bauvoranfrage hatte Geschäftsführerin Melanie Hedtfeld beim Märkischen Kreis als zuständiger Genehmigungsbehörde bereits eingereicht, diese aber zurückgezogen, sagte sie im Gespräch mit dem Allgemeinen Anzeiger und den weiteren Gesellschaftern, Matthias Clever und Kristian Hamm.

Neue Bauvoranfrage

Beabsichtigt sei nun, die Bauvoranfrage zu konkretisieren und sie neu zu stellen. Dies erfolge mit fachlicher Begleitung durch einen Architekten und auch Bauzeichnungen. Ende Oktober hatte der Märkische Kreis Bedenken geltend gemacht, ob eine Wohnbebauung an dieser Stelle und in der Nachbarschaft des Gewerbegebiets Susannenhöhe zulässig sein könnte, wie Alexander Bange, Pressesprecher des Märkischen Kreises, auf AA-Anfrage mitgeteilt hatte.

Mit der Präzisierung des Antrags wolle man diese Bedenken nun ausräumen, so der Tenor im Gespräch am Ende vergangener Woche. Ziel des Vorhabens bleibe unverändert das Mehrgenerationenwohnen in der seit Jahren leer stehenden Immobilie, machten Hedtfeld, Clever und Hamm deutlich.

Susannenhöhe
Viel Platz, aber auch viel Handlungsbedarf: die Schule an der Susannenhöhe. © Florian Hesse

Über den Kaufpreis für Gelände und Gebäude sowie weitere Inhalte des Vertrags sei Stillschweigen vereinbart worden, hieß es weiter. Bestandteil der Ausschreibung waren gleichgewichtet die Höhe des Gebots sowie das Nutzungskonzept, mit dem sich die quatrio GmbH gegen einen Mitbewerber hatte durchsetzen können.

Politisch entscheidendes Gremium ist bei Grundstücksgeschäften der Hauptausschuss. Die Entscheidung fiel in nichtöffentlicher Sitzung und einstimmig. Matthias Clever als Mitglied und Vorsitzender der Grünen-Fraktion war nach AA-Informationen an Beratung und Beschluss nicht beteiligt und verhielt sich entsprechend laut Mitwirkungsverbot nach der Gemeindeordnung. Kristian Hamm, stellvertretender Fraktionschef der UWG, ist nicht Mitglied des Gremiums.

Pläne der SGSH vom Tisch

Mit der notariellen Beurkundung des Kaufvertrags ist auch eine andere Idee vom Tisch. Torsten Tweer, Vorsitzender der SGSH, hatte den Verein als Interessenten für die Immobilie ins Spiel gebracht, allerdings erst nach Ablauf der Frist für Gebote. Das er öffentlich die Vergabe als „Hinterzimmerpolitik“ kritisiert hatte, war politisch wie auch in der Verwaltung auf scharfe Kritik gestoßen. Die Entscheidung sei klar, transparent und den Vorgaben entsprechend gefallen, hatte Kämmerer Markus Tempelmann in seiner Reaktion auf den Vorwurf deutlich gemacht.

Zu möglichen zeitlichen Abläufen gibt es seitens der quatrio GmbH noch keine Aussagen. Die Gesellschafter verweisen auf das anstehende Genehmigungsverfahren und weitere Abstimmungen. „Nach viel Wirbel und Diskussionen sind wir auf einer guten Spur“, sagt Kristian Hamm. „So etwas gibt es in Halver noch nicht.“

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