Verjüngung der Bestände

Der Bestand von alten Obstbäumen soll erhalten werden.

HALVER ▪ Der Verein Heesfelder Mühle bemüht sich seit mehr als 20 Jahren, wertvolle Kulturpflanzen wie alte Streuobstsorten, die ihre wirtschaftliche Bedeutung in der Landwirtschaft verloren haben, zu erhalten. Aus naturschutzfachlichen und kulturhistorischen Gründen und zum Erhalt ihrer genetischen Ressourcen in der heimischen Region und Heimat soll dies durch Verjüngung der Bestände erreicht werden. Die Planungen für die nächste Pflanzzeit im Herbst 2010 laufen jetzt wieder an.

Eigentümer oder Pächter von Streuobstwiesen – oder solche die es werden wollen – können sich jetzt melden, wenn sie Beratung für eine Neuanlage oder Verjüngung ihrer Obstwiese benötigen und möglicherweise an dem Förderprogramm im Bereich des Regierungsbezirkes Arnsberg, also im südlichen Märkischen Kreis, in Hagen, aber auch im südlichen Ennepe-Ruhr-Kreis, wie zum Beispiel in Breckerfeld, teilnehmen möchten.

„Nur wenn die Streuobstwiesen gepflegt und die alten Sorten nachgepflanzt werden, können die sorgfältig ausgelesenen und für die heimischen Böden und Wetterbedingungen bestens geeigneten Sorten überleben“, erklärt Gaby Brunsmeier von der Heesfelder Mühle. „Die oft schon in Vergessenheit geratenen alten Apfelsorten überraschen viele Menschen durch die aromatischen Früchte, die von den wenigen pflegeleichten Plantagenfruchtsorten aus den Geschäften gedrängt wurden.“

Die Naturexpertin weiß, dass die Tier- und Pflanzenwelt auf die Vielfalt in Streuobstwiesen in besonderem Maße angewiesen ist. „Über 3000 verschiedene Arten können in alten Obstwiesen gefunden werden.“ Die Vogelwelt sammele hier ganzjährig Insekten und Früchte oder baut Nester. Und: „Selten gewordene Schmetterlinge erfreuen die Besucher und schon von Weitem erkennt auch der Laie Obstwiesen, wenn sie im Frühling blühen und im Herbst ihre bunten Früchte tragen.“ Daher wurden Förderprogramme durch die Landesregierung und EU zur Wiederbegründung und zum Erhalt von hochstämmigen Streuobstwiesen aufgelegt. Das Land und die Bezirksregierung fördern auch Schnittpflege zur Wiederherstellung alter Obstwiesen.

Interessierte Eigentümer und Pächter geeigneter Wiesen, wobei eine Mindestgröße von 1500 Quadratmetern erforderlich ist, können sich an den Verein Heesfelder Mühle wenden, um mehr darüber zu erfahren. Weitere Infos gibt es bei Gaby Brunsmeier, Telefon 0 23 53/13 78 43, oder per E-Mail an verein@heesfelder-muehle.de.

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