Geflügelzüchter hoffen auf Ausdauer des Nachwuchses

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Generationsübergreifendes Hobby: Die Aktiven des Geflügelzuchtvereins Carthausen hatten zur Vereinsschau eingeladen. ▪

HALVER ▪ „Macht weiter! Sprecht eure Freunde an, das ist ein schönes Hobby“, mit diesen Worten ermutigte Bürgermeister Dr. Bernd Eicker die Jugendlichen des Geflügelzuchtvereins Carthausen, neue Mitglieder zu werben.

Denn den Verein plagen, wie so viele andere auch, Nachwuchsprobleme. Eicker eröffnete am Samstagnachmittag die Lokalschau in Heesfeld. Neun Züchter präsentierten in der ehemaligen Scheune insgesamt 120 Rassehühner und -tauben.

Bereits am Vormittag hatten die Preisrichter, Ottfried Ferber und Gustav-Adolf Klever, die Tiere mit folgendem Ergebnis bewertet: Mit dem Landesverbandsehrenpreis wurden Manfred Genster (Zwerg-Italiener, schwarz) und Heinz Prumbaum (Orientalischer Roller, schwarz) ausgezeichnet. Den Kreisverbandsehrenpreis erhielten Jürgen Born (Zwerg New Hampshire, goldbraun) und Manfred Genster (Orientalischer Roller, aschfahl). Mit dem Sonderehrenpreis wurden Ulrich Genster (Zwerg-Cochin, gold-weizenfarbe) und Mathias Prumbaum (Norwichkröpfer, weiß) belohnt. Und den Sachehrenpreis bekamen Friedhelm Genster (Zwerg-Australorps, schwarz) und Wolfgang Zielinski (Texaner Taube).

Weitere Ehrenpreise gingen an: Jürgen Born, Friedhelm Genster, Manfred Genster, Ulrich Genster, Oliver Krampe, Heinz Prumbaum, Mathias Prumbaum, Peter Prumbaum und Wolfgang Zielinski. Vereinsmeister wurde Jürgen Born mit 382 Punkten auf Zwerg Newhampshire, goldbraun. Friedhelm Genster freute sich zudem über seine Ernennung zum Ehrenvorsitzenden des Vereins. 36 Jahre lang war er im Vorstand tätig. Vorsitzender Oliver Krampe dankte ihm dafür und auch seiner Frau Renate für ihre Unterstützung.

Während draußen Temperaturen bei null Grad herrschten, war es in der umgebauten Scheune mit prasselndem Kaminofen schön warm. Die Gäste gingen durch die Käfigreihen und bestaunten die prächtigen Tiere, die teilweise ganz besondere Fähigkeiten haben: „Wenn die ganz oben am Himmel sind, dann rollen die sich immer“, berichtete der neunjährige Leon. Zusammen mit seinem Opa Manfred Genster züchtet er Orientalische Roller. Eine Haustaubenrasse aus dem Orient. Der Orientalische Roller ist ein erstklassiger Hochflieger, der seinen Flug mit vielseitigen Flugfiguren würzt. Leon teilt das Züchterhobby mit seinem Opa, weil: „Da kann man Preise gewinnen – wir haben eine ganz Hütte voll“, berichtet er begeistert. Sein Großvater hofft, dass Leons Begeisterung noch lange anhält und dass Leon dabei bleibt. Denn die meisten Jungzüchter würden sich von diesem Hobby abwenden, wenn sie 15 oder 16 Jahre alt sind. „Dann haben die andere Interessen und wollen keine Verantwortung für Tiere übernehmen“, meint Schriftführer Heinz Prumbaum. Der 74-Jährige züchtet selbst seit Kindesbeinen Hühner und Tauben und kann sich ein Leben ohne sie gar nicht vorstellen. Was ihn daran so fasziniert? „Das ist einfach Hobby und die Liebe zum Tier“, muss zur Erklärung reichen. Hinzu komme für die Züchter und deren Frauen die soziale Gemeinschaft, die ihnen das Vereinsleben bietet. ▪ Ilka Kremer

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