Gründung zum Naturpark „Sauerland-Rothaargebirge“

- Grafik: Stadt Halver, Stand 24.2.2015

Halver - 3763 Quadratkilometer groß wäre der Naturpark „Sauerland-Rothaargebirge“, der durch die Zusammenlegung der Naturparke Homert (550 Quadratkilometer), Ebbegebirge (780) und Rothaargebirge (1355) entstehen soll. Der Umweltausschuss stimmte am Mittwoch für den Beitritt der Stadt Halver zum Verein, der am 29. April gegründet werden soll.

Von Friederike Domke

Die Geschäfte des Naturparks sollen anhand eines Vereins geführt werden. Das, so erfuhren die Ausschussmitglieder, habe den Vorteil, dass dort alle interessierten Personen und Gruppierungen sowie Unternehmen Mitglied werden können.

Mit der Öffnung für diese Personen und Gruppierungen solle und könne die Grundlage dafür geschaffen werden, dass der Naturpark als „Mitmach-Naturpark“ breit in der Öffentlichkeit verankert werde. Alle Städte und Gemeinden mit Flächenanteilen im Naturpark könnten Mitglied werden.

Angesichts der Finanzsituation vieler Kommunen sei ein symbolischer Mitgliedsbeitrag im dreistelligen Bereich vorgesehen. Dies eröffne allen in der Gebietskulisse liegenden Kommunen die Möglichkeit zur Mitgliedschaft und Mitbestimmung. Für Halver schlägt demnach die Mitgliedschaft mit 950 Euro pro Jahr zu Buche.

„Kommunen, die im Naturpark liegen und Mitglied im Naturparkverein sind, profitieren ganz konkret von der finanziellen Förderung der Naturparkarbeit durch das Land NRW“, heißt es in der Vorlage von Peter Kaczor. Demnach werde beispielsweise die Markierung von Wanderwegen gefördert.

Derzeit, so Kaczor, liege der Fördersatz bei fünf Euro pro Kilometer Wanderweg. Das zukünftige Gebiet des Naturparks besteht zum einen aus den Gebieten der Naturparke Ebbegebirge, Homert und Rothaargebirge. Da die Flächen aber nicht eins zu eins aufeinander treffen, schließt das neue Gebiet auch die „weißen Flecken“ entlang der gemeinsamen Grenzen mit ein.

Die Überlegungen, die Naturparke zusammenzulegen, sind nicht neu: Im Jahr 2012 wurde das Projekt der Öffentlichkeit vorgestellt. Bereits im vergangenen Jahr hatten der Märkische Kreis, der Kreis Olpe, der Hochsauerlandkreis und der Kreis Siegen-Wittgenstein eine Gründungsveranstaltung geplant.

Dazu war es allerdings nicht gekommen. „Die Vertreter aus Siegen-Wittgenstein befürchteten unter dem Arbeitstitel ‘Sauerland-Rothaargebirge’ eine Sauerlandisierung ihrerseits. Sie konnten sich mit dem Namen nicht anfreunden und suchten ihre Identifikation mit dem Projekt“, sagte Kreisdirektorin Barbara Dienstel-Kümper auf telefonische Anfrage des Allgemeinen Anzeigers.

Wenn sich die Vertreter der Kreise, Städte und Gemeinden am 29. April in Schmallenberg zur Gründungsversammlung treffen, werde auch final über den Namen des Projektes entschieden. Dienstel-Kümper: „Wir hoffen dann auf eine Einigung, sollte es keinen Mehrheitsentscheid geben.“

Die Gründungsversammlung entscheidet zudem über Satzung und Beitragsordnung des Naturparkvereins. Für eine Mitgliederversammlung könnte Halver drei Vertreter – darunter der Bürgermeister – benennen. Die CDU benannte Gabriele Apelt und Martina Hesse, die SPD konnte noch keinen Vertreter nennen und wird dies nachholen. Ebenso wird ein Vertreter des Bürgermeisters benannt.

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