Eine Wasserfurt am Berger Schleifkotten

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Überzeugten sich vom Umbau der ehemaligen Stauteiche eines Schleifkottens und der Einrichtung einer Furt (links) : Franz Helmut Engel, Marco Trosien, Klaus Brunsmeier und Ulrich Ackfeld.

Halver - Früher gab es insbesondere im Hälvertal viele wassergetriebene Anlagen, von denen heute nur noch wenig genutzte Stauteiche oder Bäche übrig geblieben sind – wie zum Beispiel der „Berger Schleifkotten“. Von diesem sind nur zwei Teiche, durch die ein Bach – teilweise durch Rohre – fließt, übrig geblieben. Wie man so etwas renaturieren kann, zeigt jetzt der Verein Heesfelder Mühle.

Die Idee sei vom BUND gekommen, erklärt Klaus Brunsmeier. Daraufhin habe man beim Märkischen Kreis einen Antrag auf Bau einer Wasserfurt, EU-Fördermittel aus dem ELER-Programm beantragt und, in Abstimmung mit der Stadt und dem Forstamt, das Vorhaben umgesetzt.

Der kleine Bach fließt nun nicht mehr durch die beiden Teiche – in denen bereits Wasserpflanzen gedeihen – sondern an diesen vorbei und auch quer durch den Weg. „Ich habe schon sehr viele positive Rückmeldungen erhalten“, betont Brunsmeier, der sich mit dem Ergebnis der Renaturierung beziehungsweise Umbaus sehr zufrieden zeigt. Franz Helmut Engel, Leiter des Fachbereichs Bauen und Wohnen, und Forstinspektor Ulrich Ackfeld sahen sich gestern den Umbau an, der von Marco Trosien Forst-, Garten- und Landschaftsbau durchgeführt worden war.

„Ich bin sicher, dass wir in zwei oder drei Jahren hier auch wieder Erdkröten haben“, ist Klaus Brunsmeier überzeugt, dass der Berger Schleifkotten nun zu einem idyllischen Biotop wird. Zwei neben der Furt aufgestellte Mühlsteine und eine Tafel mit Informationen über die ehemalige „wassergetriebene Anlage“. Und wer mehr über die Teiche, den Bach und das Hälvertal wissen möchte, sollte ins Buch „Rund ums Hälvertal“ schauen. - Von Det Ruthmann

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