Jetzt kommt der Schulverbund

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Die Grundschule Oberbrügge wird Teilstandort im Verbund und damit zur Regenbogenschule. Nach intensiver politischer Diskussion fasste der Rat im Oktober den entsprechenden Beschluss.

Oberbrügge/Halver - Noch eine Woche wird es die Grundschulen Auf dem Dorfe und die Grundschule Oberbrügge geben. Nach den Ferien beginnen sie im Verbund als Regenbogenschule in der Kernstadt und in Oberbrügge.

Der 1. August ist der Stichtag des Übergangs. Leiterin der Stammschule und der Oberbrügger Dependance wird Petra Schreiber sein. Der Schulleiter in Oberbrügge, Bernd Ritschel, wechselt nach Lüdenscheid und wird Leiter der dort neu entstehenden Grundschule Wefelshohl. Seine Frau, Judith Herbers, ebenfalls Lehrerin in Oberbrügge, wird künftig an der Schalksmühler Grundschule Spormecke tätig sein. 

Diese personellen Verschiebungen sind im Falle Ritschels durch die organisatorische Änderung bedingt. Mit dem Zusammengehen der beiden Schulen war klar, dass die Leitungsstelle wegfallen würde. 

Und für Ritschel schließt sich nach eigenen Angaben in Lüdenscheid ein Kreis. Am Bierbaum in der Nachbarschaft des Stadtteils Wefelshohl hatte er 1982 angefangen zu unterrichten und dort 21 Jahre gearbeitet, davon neun als Konrektor. Dort werde er möglicherweise auf Eltern treffe, die er als Kinder noch unterrichtet habe, so seine Vermutung. 15 Jahre lang hatte er nun die Leitung in Oberbrügge inne.

Personelle Lücken schließen 

Anders gelagert ist die Sache bei Judith Herbers. Sie schließt die personellen Lücken in der Nachbargemeinde. In der Umgebung fehlten drei Klassenleitungen, weiß Ritschel, und sowohl Lehrpersonal wie auch Schulleiter sind im gesamten Land NRW kaum zu finden. „Anderswo brennt der Baum“, formuliert es ein Insider bündig. 

Bernd Ritschel, Schulleiter in Oberbrügge, wechselt mit der Einführung des Schulverbundes nach Lüdenscheid.

Das Ausscheiden der Pädagogen wird sich letztlich auch auf das Kollegium der Stammschule, jetzt noch Auf dem Dorfe, auswirken. Die Stundentafel in Oberbrügge sei abgedeckt, doch möglich werde dies durch einen Einsatz von Kolleginnen, die aus Halver kommen und dann das Kollegium im Ortsteil verstärken. Das sei der Vorteil der Verbundlösung, sagt Petra Schreiber. 

Seit anderthalb Jahren seien die beiden Kollegien dabei, sich inhaltlich miteinander abzustimmen, festzustellen, welche Gemeinsamkeiten man fortführen wolle und welche Wege man neu und anders einschlagen müsse. Wichtig ist der Schulleiterin, dass es sich beim Verbund zwar um eine „Vernunftehe“, nicht aber um „eine feindliche Übernahme“ handele. 

Der Standort in Oberbrügge werde auf keinen Fall minderbemittelt dastehen, versichert sie. Das alles wird seinen Niederschlag finden in einem gemeinsamen Schulprogramm der Regenbogenschule, dass sich in der Schlussredaktion befinde, wie Schreiber sagt. Der Beschluss darüber fällt letztlich in der Schulkonferenz. Damit werde der Prozess der Zusammenführung der dreizügigen und der einzügigen Schule in Oberbrügge nicht beendet sein. 

In den nächsten ein bis zwei Jahren werde man feststellen, wo noch Verbesserungsmöglichkeiten bestehen könnten. 

Neue Erfahrungen mit Kita und Schule 

Dies gilt auch für die andere Konstellation, mit der man in Oberbrügge Neuland betritt: Mit dem Beginn des neuen Kindergartenjahres nimmt die Kita Wunderland in Trägerschaft der Sentiris gGmbH ihren Betrieb auf – im Gebäude der Grundschule. Auch an dieser Stelle bestehe Abstimmungsbedarf, wie sich Kita und Schule, Erzieherinnen und Lehrerinnen ergänzen können und sollten. „Das werden ganz neue Erfahrungen“, erwartet Schulleiterin, die voraussichtlich 2020 in Pension gehen wird.

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