Pläne und Antrag für Herpine Radweg

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Halver - Ein rund 900 Meter langer Radweg könnte die Innenstadt Halvers mit dem Naherholungs- und Freizeitzentrum Herpine verbinden. Die Pläne dazu sind vorhanden. Ein erster Förderantrag in einem zweistufigen Verfahren ist gestellt.

Parallel zur Gleistrasse würde der Weg ohne wesentliche Steigungen das Freizeitbad und die umliegenden Einrichtungen umweltschonend erschließen. Im Ausschuss für Planung und Umwelt riss Martin Kaczor aus dem Fachbereich Bauen und Wohnen das Projekt an. Kreuzungsfrei und mit akzeptablen Steigungsverhältnissen würde der Weg über eine Länge von 800 Metern neben den Gleisen und weitere 100 Meter über einen neu zu schaffenden Weg in Richtung Herpine führen.

Ziel sei es, durch den Herpine-Radweg ein innenstadtnahes, attraktives Angebot für die Nutzung des Fahrrads zu schaffen. Kinder könnten gefahrlos ins Freibad radeln, ohne auf die Eltern angewiesen zu sein. Vorstellbar sei sogar eine Steigerung der Besucherzahlen der Herpine, ohne dass die Umweltbelastung und der ohnehin vorhandene Parkdruck durch zusätzliche Autos steige, argumentiert Kaczor. Weil die Gleise weiter durch die Draisinen der Schleifkottenbahn genutzt würden, könne man den Weg nicht auf die Schienen legen, sondern würde ihn parallel führen mit stellenweisen Absturzsicherungen an Böschungsbereichen. Technisch sei dies zu bewerkstelligen, zeigt sich der Planer im Gespräch mit dem Allgemeinen Anzeiger zuversichtlich.

Von Interesse dürfte die neue Verbindung auch für den Tennisclub, den Klettergarten, Schäferhundeverein und nicht zuletzt für das Haus Waldfrieden sein, das direkt an der Strecke liegt. In dieser Höhe würde der Radweg nach links zur Herpine abzweigen. Doch auch auf den zweiten Blick findet sich eine Reihe von Chancen. Denn das Einzelhandelszentrum am Bahnhof erhält ebenfalls gezeichnete Radwege bis hin zum stark frequentierten Radweg von der Südstraße aus nach Anschlag. Und auch in Richtung Herpine eröffnen sich Möglichkeiten zum Radweg rund um Halver, auch zum Trimm-Dich-Pfad an der Herpine und zum Winkhof. Am Kulturbahnhof selbst findet sich mit der neuen Bushaltestelle auch die Verknüpfung zum Öffentlichen Personen-Nahverkehr. Vorstellbar seien zudem Ladestationen mit Photovoltaik für E-Bikes und natürlich Stellplätze für Räder.

Mit all diesen Überlegungen wendet sich die Stadt Halver an das Bundesministerium für Klimaschutz, das zurzeit den Bundeswettbewerb „Klimaschutz im Radverkehr“ auslobt. Ziel des Wettbewerbs ist es, „umfassend angelegte, modellhafte Projekte zur Verbesserung der Radverkehrssituation in einem definierten Gebiet umzusetzen. Die Maßnahmen sollen dazu beitragen, Umwelt und Klima aktiv zu schützen und die Lebensqualität in diesen Gebieten zu erhöhen – zum Beispiel indem verkehrsbedingte Belastungen durch Schadstoffe und Lärm reduziert sowie die Treibhausgasemissionen vermindert werden“, heißt es auf der Seite des Ministeriums.

Die Bewerbungsunterlagen hat Kaczor fristgerecht eingereicht. Sollte Halver in die engere Wahl kommen, wird es schnell ernst: Die konkreten Planungen sollen bereits zum 15. August vorliegen.

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