Verbesserungsbedarf für Fahrradfahrer

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Marita und Otto Degenhard. ▪

HALVER ▪ „Gerade der Innenstadtbereich ist für Fahrradfahrer ein gefährliches Pflaster“, sagt Otto Degenhardt – und der muss es wissen: Der Sprecher des Bundes für Umwelt- und Naturschutz (Bund) im Märkischen Kreis ist täglich mit seinem „Drahtesel“ in Halver und Umgebung unterwegs und hat so manchen Verbesserungsvorschlag.

„Besonders schlimm ist es auf der Frankfurter Straße wegen des holprigen Pflasters und den großen Rillen“, findet Degenhard und führt weiter aus, dass die Straßen an einigen weiteren Stellen besonders eng, unübersichtlich und daher gefährlich für Radfahrer seien. „Mir ist klar, dass der Verkehrsfluss gezielt verlangsamt werden soll, aber für unsereins ist das oft genug kritisch. Es fehlen ganz einfach Radwege.“ Und dass diese in absehbarer Zeit angelegt werden, glaubt Degenhard nicht. „Da müssten Gelder vom Land kommen, sonst passiert da nichts.“

Auf Unverständnis stößt bei dem 77-Jährigen auch, dass der Gehsteig, der vom Eichholz in die Stadt führt, nach wie vor nicht mit einer Beschilderung versehen sei, die den Weg als Fußgänger und Fahrradfahrerweg kennzeichnet. Es habe zwar nie Beschwerden von Fußgängern gegeben, erklärt Degenhard, doch sei eine offizielle Regelung für beide Parteien wünschenswert.

Als Gefahrenstelle für Radfahrer wertet Ehefrau Marita Degenhard zudem das Abbiegen von der Von-Vincke-Straße in die Falkenstraße: „Ständig schneiden Autofahrer einen, obwohl man deutlich signalisiert hat, dass man abbiegen möchte.“ Als äußerst positiv bewertet das Ehepaar, dass die alte Bahntrasse, die bis nach Anschlag führt, erhalten geblieben ist. „Das ist eine wunderbare Strecke für Radfahrer“, schwärmen beide und fragen sich, warum die Bahntrasse nach Radevormwald nicht auch entsprechend hergerichtet wird, denn: „Das wäre eine tolle Strecke für Familienausflüge.“

Hoffnung auf eine Verbesserung der Situation für die Zweiradfahrer im Innenstadtbereich ist Bürgermeister Dr. Bernd Eicker zufolge frühestens mittelfristig in Sicht und stark abhängig von den Fördermitteln, die die Stadt aus dem Projekt „Regionale 2013“ zu erhalten hofft, sowie anderen anstehenden Projekten im Innenstadtbereich.

Eine Kennzeichnung als Fußgänger- und Radweg des Gehsteigs vom Eichholz in Richtung Innenstadt dagegen hält Eicker erst dann für sinnvoll, wenn der an der Von-Vincke-Straße geplante Kreisverkehr gebaut ist. Die Nutzung der alten Bahntrasse von Halver nach Radevormwald dagegen ist nach Auskunft des Bürgermeisters unmöglich, da einzelne Parzellen an Privatpersonen verkauft worden und mehrere Überführungen abgerissen worden seien. ▪ Sven Prillwitz

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