Bis zu 300 Freiwillige im Einsatz

Sauberes Halver: Neuauflage der Aktion auch für 2020 „gesetzt“

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Mit 6 km/h Spitze am Trecker-Veteranen. Da war das THW im Hintergrund schneller.

Halver – Die Aktion Sauberes Halver gilt aus Sicht von Bürgermeister Michael Brosch bereits jetzt auch für 2020 als gesetzt. Es habe im Anschluss keinerlei Kritik gegeben und bereits am vergangenen Samstag, dem Aktionstag in der gesamten Stadt, die Zusicherung, erneut dabei zu sein. Auch die Bratwurstparty auf dem Gelände der Ganztagsschule dürfte zu der positiven Grundstimmung beigetragen haben.

Auf 200 bis 300 Freiwillige schätzt Brosch die Teilnehmerzahl am Samstag. Unabhängig davon waren auch am Vortag Kitas, Schulen und Privatleute im Einsatz. Vier Mulden à zehn Kubikmeter waren bereitgestellt und leidlich gut gefüllt, sodass Halveraner zwischen 30 und 40 Kubikmeter Abfälle an Wegen und Straßen und Böschungen aufgelesen haben dürften.

Toter Hund in Plastiktüte

Die Menge sollten nicht darüber hinwegtäuschen, dass es zum Teil überaus unerfreulich war, was zutage trat. Ein toter Hund in einer Plastiktüte in Oberbrügge zählte dazu, Dutzende Windeln in freier Natur und Flachmänner, die in Riesenmengen offenbar aus offenen Autofenstern entsorgt wurden.

Im Übrigen zeigte sich in Halver ein ähnliches Bild wie in anderen Städten und Gemeinden, die den Termin für eine Reinigungsaktion nutzten. Auch in Schalksmühle und Lüdenscheid liefen ähnliche Aktionen. Die Termingleichheit hängt dabei mit der Chance zusammen, bei halbwegs verträglichem Wetter zu sammeln und zu einem frühen Zeitpunkt der Vegetation. „Später finden wir nur noch die Hälfte“, stellt Brosch fest.

Kritikpunkte habe es in der Nachbesprechung nur wenige gegeben. Dazu zählen

  • die Einteilung der Gruppen für die insgesamt 18 abzusuchenden Stadtbezirke. Dazu müsse man sich organisatorisch etwas einfallen lassen. Auf ein Anmeldeverfahren wolle man hingegen auch künftig verzichten, um nicht von einer spontanen Teilnahme abzuschrecken. 
  • das verstärkte Tragen von Warnwesten. Das Thema sei von den Helfern insbesondere für die teilnehmenden Kinder angesprochen worden, sei aber wichtig auch für Gruppen, die an stark befahrenen Straßen gearbeitet hätten.
  • etwas mehr Materialeinsatz bei den Hilfsmitteln. Die Halveraner Firma Flora aus Schmidtsiepen, Hersteller von Gartengeräten und Gartenausstattung, hatte unter anderem 130 Greifer bereitgestellt. Bei Handschuhen und Containern will die Stadt noch nachlegen.
Beim Arbeitsmaterial will die Stadt nachlegen.

Dass der Erfolg der Sammelaktion Auswirkungen auf die Personalausstattung des Baubetriebshofs haben könnte, sieht Brosch allerdings nicht. Der Kampf gegen Gedankenlosigkeit, aber auch gegen bewusstes illegales Entsorgen, könne nicht über verstärkten Personaleinsatz gewonnen werden.

Zu dieser Einschätzung Broschs passt übrigens auch ein Beitrag des Oberbrüggers Jürgen Wichert auf der Facebook-Seite Du bist Halveraner wenn: „...du dich über die Pappnasen ärgerst, die nichts Besseres zu tun haben, als nach der schönen Aktion Sauberes Halver am Samstag, ihren Burger- King-Müll wieder in der Landschaft verteilen zu müssen. Nachdem fleißige Menschen auch in Oberbrügge-Ehringhausen ihren schönen Ortsteil vom Müll befreit haben, wird drei Tage später am alten Bahnhof eine Fressorgie mit anschließender Entsorgung in der Natur abgehalten“, schreibt Wichert voller Zorn.

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