Kita-Plätze im Blick

Kita Wunderland wächst - neue Leiterin und mehr Kinder

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Die Kita Wunderland.

Oberbrügge - Der Bedarf an Kita-Plätzen ist ungebrochen hoch und soll noch weiter wachsen. Das hat konkret Folgen auch in Oberbrügge

Der Oberbrügger Kindergarten Wunderland soll wachsen. Nach Absprache mit dem Märkischen Kreis und dem Landesjugendamt werde in den früheren Schulräumen am Nocken eine zusätzliche halbe Gruppe untergebracht, bestätigt Kristian Hamm, Geschäftsführer der gemeinnützigen Sentiris GmbH, als Träger der Einrichtung. 

Aktuell gilt die Betriebserlaubnis für 45 Kinder, mit der genehmigten Überbelegung seien es faktisch 51 Kinder, die in der jungen Einrichtung betreut werden. Das bedeutet 25 Kinder im Gruppentyp III im Alter von über drei Jahren und einer Gruppe des Typs I mit 20 Kindern, davon sechs unter drei Jahren. Zusätzlich eingerichtet wird nun eine halbe Gruppe vom Typ II, das heißt mit zehn Kindern, davon zwei U3-Kinder. Am Ende werden es voraussichtlich 59 Kinder sein, die die Kita Wunderland besuchen. 

Betreuungsplätze im MK fehlen

Hinter dem Plan steckt, dass in Halver und auch in Oberbrügge-Ehringhausen weitere Betreuungsplätze fehlen und der Märkische Kreis für die kommenden Jahre ein millionenschweres Programm aufgelegt hat, um die Quote zu verbessern. Nach Einschätzung des Landesjugendamts bietet die Kita die Raummöglichkeiten, um die halbe Gruppe noch aufnehmen zu können. Die Kita arbeite ohnehin raum- und etagenübergreifend, sodass Kristian Hamm davon ausgehe, die zusätzlichen Kinder gut betreuen zu können. Lese-, Labor- und Bauraum beispielsweise könnten rotierend genutzt werden. Die weitgehend offene Form der Betreuung mache dies möglich, erläutert Hamm die Planung, die auch personell eine Aufstockung nach sich ziehen werde. 

Mit Blick auf die Raumkapazität sei die Kita dann allerdings „am Ende der Fahnenstange“. Der Bedarf an Kita-Plätzen zeigt sich konkret am Anmeldeverhalten von Eltern. Im laufenden Verfahren gab es 41 Anfragen für Kinder zum neuen Kindergartenjahr bei lediglich 20 frei werdenden Plätzen. Mit nur wenigen Ausnahmen kommen die Kinder direkt aus Oberbrügge und Ehringhausen.

Die neue Kita-Leiterin

Auch in personeller Hinsicht gibt’s Neues in Halvers jüngster Kita: Astrid Euler-Khlongfeemue wird zum 1. Februar neue Leiterin der noch zweigruppigen Einrichtung. Diese Funktion war letztes Jahr vakant geworden. 

Die Kita Wunderland in Halver hat eine neue Leiterin: Astrid Euler-Khlongfeemue – und noch mehr verändert sich.

Das Team hatte in der Zwischenzeit die Leitungsaufgaben aufgefangen, wie Kristian Hamm, Geschäftsführer der Sentiris gGmbH als Träger, rückblickend sagt. Insbesondere die Gruppenleiterinnen haben somit den Rücken wieder freier für die Arbeit mit den Kindern. Dabei ist die „Neue“ gar nicht neu. 

Seit Sommer im Wunderland

Die 42-jährige Meinerzhagenerin kam im vergangenen Sommer ins Oberbrügger Wunderland. Ihre Ausbildung als Erzieherin absolvierte sie spät und hat tatsächlich bereits zwei Berufsleben hinter sich – zunächst im Bereich der Floristik, und zwar in Halver im früheren Famka und jetzigen Rewe-Markt, danach mit der Konzeptionierung und Führung der Kantine eines großen mittelständischen Betriebes. 

Mit der kompletten Ausbildung zur Erzieherin erst Mitte 30 setzte sie ihre Ziele und Prioritäten neu. Wertschätzung für die Kinder und Herzensbildung definierte sie als Kernaufgabe ihrer Arbeit und der ihrer Kolleginnen. Und der gesetzliche Bildungsauftrag sei Alltag, „doch dazu gehört auch, in Buddelhose durch Pfützen zu springen“

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