Marc Manz wechselt in FDP-Fraktion

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Halver - Der bislang fraktionslose Ratsherr Marc Manz hat bei der FDP ein neues politisches Zuhause gefunden. Am Dienstag nahm in die bislang zweiköpfige und kleinste Fraktion im Halveraner Rat in ihre Reihen auf.

Manz hatte im August vergangenen Jahres die CDU-Fraktion verlassen und war zeitgleich aus der Partei ausgetreten aufgrund unterschiedlicher Vorstellungen über die politische Arbeit und Umsetzung von Ideen. 

Man sei nicht offensiv auf Manz zugegangen, betonen im Gespräch mit dem Allgemeinen Anzeiger Sascha Gerhardt als Vorsitzender des Ortsverbands und Fraktionschef Andreas Gerrath. Das bestätigt auch Manz. Die Initiative sei von ihm ausgegangen, unter anderem durch Gespräche beim regelmäßigen Liberalen Treff, wo sich entsprechende Schnittmengen ergeben hätten. Dies und auch die persönliche Wellenlänge hätten ihn letztlich dazu bewegt, bei der FDP Anschluss zu finden. Auch bei der SPD war zeitweise die Aufnahme Manz’ im Gespräch gewesen. 

Arbeit auf mehr Schultern verteilen 

Die Verstärkung eröffnet für die kleine Fraktion neue Perspektiven, erklären Gerrath und Gerhardt, die bislang als Alleinvertreter in allen Ausschüssen, im Rat und diversen Arbeitskreisen mitwirken mussten, verstärkt durch Corina Craemer (Energie und Umwelt) sowie Mirco Schmale (Bildung und Jugend) als Sachkundige Bürger. Mit Manz, so die Hoffnung, könne man in der Arbeit nun Schwerpunkte bilden und thematische Zuordnungen vornehmen. Für die verbleibenden zweieinhalb Jahre habe man ein schlagkräftiges Team mit der Zeit, zu wichtigen Themen auch Anträge zu erarbeiten. Wie die Zuordnung in der Praxis erfolgen soll, ist noch offen. Die Aufgaben sollen möglichst bis zur nächsten Sitzungsperiode verteilt sein. 

Konsequenzen für Hauptausschuss 

Welche Konsequenzen der Wechsel in das Ausschussgefüge hinein haben wird, ist zurzeit noch offen. Rechnerisch könnte es so sein, dass sich im Hauptausschuss eine Veränderung ergeben könnte, der zahlenmäßig die Mehrheitsverhältnisse im Rat widerspiegeln sollte. Würde das umgesetzt, müsste die CDU rechnerisch einen Sitz an die FDP abgeben. Ob man dies einfordern wolle, ließ Gerrath im Gespräch aber noch offen. Die Verwaltung selbst wird laut AA-Informationen eine solche Verschiebung nicht von sich aus vorantreiben, würde das auf Antrag einer Fraktion entsprechend umsetzen. Weitere Auswirkung könnte sein, dass im Ausschuss für Kultur, Sport und Soziales die FDP einen Sitz abgeben müsste, weil Manz wie Gerrath dort bereits vertreten sind.

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