AFG verabschiedet Anka Siever-Ludewig

Paul Meuer, Veronika Grannemann und Dr. Sabine Wallmann (rechts) verabschiedeten Anka Siever-Ludewig (vorne) nach 31 Jahren am AFG in den Ruhestand. ▪ Weber

HALVER ▪ Sie gilt als solide, konzentriert, strukturiert – aber vor allem als liebevoll. Anka Siever-Ludewig ist eine, die am Anne-Frank-Gymnasium (AFG) fehlen wird. Lehrern und Schülern – Freunden.

Nach mehr als 31 Jahren am AFG hat sich die Kunst- und Mathematiklehrerin Anka Siever-Ludewig am Montag in den passiven Teil ihrer Altersteilzeit verabschiedet. Ein bewegender Moment. Ein Moment, um zurückzublicken. Und nach vorn. „Wir verabschieden heute ein prägendes Gesicht dieser Schule“, sagte AFG-Leiter Paul Meurer. Die Kunst- und Mathematiklehrerin habe stets jede Menge Herzblut in ihre Arbeit gesteckt und dabei immer einen Blick für ihre Schüler gehabt. Den guten Draht zu ihnen hält sie nicht nur während, sondern auch noch nach der Schulzeit. Immer wieder finden Kurstreffen statt.

Es sei einfach die Art und Weise, wie Siever-Ludewig auf Menschen zugehe, die sie besonders mache. „Jeden Tag hat sie uns alle mit einem freundlichen ,Guten Morgen’ begrüßt“, sagte Meurer. Und das sei immer von Herzen gekommen. Herzlich, so war auch der Abschied. Neben dem Schulleiter verabschiedete auch im Namen der Lehrerschaft Veronika Grannemann die Kollegin. Jetzt, wo Siever-Ludewig weg sei, bekomme die Mathematikfachschaft ein Problem. Und die Kunstfachschaft finge schon an zu transpirieren. „Kurz: Wir sind traurig“, sagte Grannemann. Sie weckte Erinnerungen: an viele Ski-Freizeiten nach St. Martin, an Projektwochen, Kursfahrten nach Rom und in die Toskana.

Und was sagte Anka Siever-Ludewig selbst? „Irgendwie sind die mehr als 31 Jahre ziemlich schnell vergangen.“ Sie habe vier Schulleiter und sogar noch die Sechs-Tage-Woche miterlebt. Und was kommt jetzt? „Ich habe noch eine ganze Menge vor“, sagte sie. Die gebürtige Göttingerin will ihre freie Zeit richtig nutzen. Dicke Bücher lesen, malen, sich um den Garten kümmern. Und reisen. Denn das ist neben der Kunst ihre große Leidenschaft. Mit dem Wohnmobil erkundete Anka Siever-Ludewig bis jetzt während der Ferien vor allem Griechenland. Doch: „Ich träume schon lange von Sizilien.“ Auch wenn sie ihre Kollegen und Schüler vermissen wird, es gebe etwas, was ihr nicht fehlen wird: „Das Korrigieren. Damit ist jetzt endgültig Schluss.“ ▪ Lisa Weber

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