Veit findet sein Liebesglück bei "Bauer sucht Frau"

Veit (links) hat sich in der Kuppelshow „Bauer sucht Frau“ in Philipp aus dem Sauerland verliebt.

HALVER - Das große Finale der RTL-Serie „Bauer sucht Frau“ war gleichzeitig auch das Liebesfinale von Veit und Philipp. Der Werner Zahntechniker und der Pferdewirt aus dem Sauerland haben als erstes schwules Paar in der Kuppelshow ihr Glück gefunden. Millionen Zuschauer verfolgten in der siebten Staffel wie aus den beiden Pferdesportlern ein Paar wurde.

In der letzten Folge der siebten Staffel wurden die Zuschauer Zeuge wie auch Veits Mutter und seine Oma den beiden Männern ihren Segen gaben. Vor dem Aufeinandertreffen mit den wichtigsten Frauen in Veits Leben war Philipp mächtig nervös, schließlich wollte er einen guten Eindruck hinterlassen.

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Zur Feier des Tages backte das Paar einen Marmorkuchen. Und deckte festlich den Tisch. Veits Verzierungen des Kuchens mit Zuckerherzen sorgten bei Philipp für ein Schmunzeln und den Kommentar: „Wie schwul sieht das denn aus?“ Eine Bemerkung, die das Selbstverständnis des schwulen Paares deutlich macht. Die beiden wünschen sich Akzeptanz für ihre Beziehung fernab von Rollenklischees, wie sie im Anschluss an die letzte Staffel der Kuppelshow im RTL-Magazin „Extra“ erklärten. „Ich wünsche mir, dass die Leute uns akzeptieren, wie wir sind. Ich ziehe mir nicht heimlich Kleidchen an und wir lackieren uns auch nicht die Fingernägel“, sagte Veit. Und Philipp wünschte sich: „Die, die uns nicht akzeptieren, sollen uns einfach in Ruhe lassen.“ Gar kein Problem mit der Liebe der beiden Männer haben neben Philipps Familie Veits Mutter und Oma. Das Kennenlernen mit Philipp verlief äußerst herzlich. „Da krieg ich ja noch einen dritten Enkelsohn“, freute sich Veits Oma und schloss Philipp in ihre Arme. Auch Veits Mutter schloss den Auserwählten ihres Sohnes in die Arme und strahlte: „So ein tolles Paar!“

Veits Oma sprach allerdings auch ein ernstes Thema an. „Zu meiner Zeit hättet ihr euch verstecken müssen“, erinnerte Veits Oma daran, dass Schwule und Lesben vor einigen Jahrzehnten noch wahre Spießrutenläufe zu absolvieren hatten. „Macht was draus“, riet sie den beiden Männern, ihr Glück in vollen Zügen zu genießen.

Nach dem geselligen Nachmittag wartete auf Veit noch eine Überraschung im Stall. Philipp führte den Werner Zahntechniker mit verbunden Augen von der mittlerweile gemeinsamen Wohnung in den Stall. „Da du dich so schön um Pumba gekümmert hast, hab ich eine Überraschung für dich“, kündigte Philipp an, bevor er seinem Veit die Augenbinde abnahm. Beim Anblick der Überraschung – zwei jungen Mini-Schweinen namens Twiggy und Piggy – strahlte Veit ganz verzückt. Das war allerdings noch nicht alles. Philipp hatte noch zwei Freundschaftsringe für sich und seinen Liebsten mitgebracht. „Das schweißt uns jetzt noch mehr zusammen“, sagte der Pferdewirt und Veit verriet: „Ich möchte, dass wir zusammen unser Leben leben.“

Silvia aus Hamm: "Prominent fühle ich mich nicht"

Sie sei so neugierig gewesen, wie Fernsehen funktioniere, erzählt Silvia Maaß. Die Hammerin ist schon länger nicht mehr dabei und hat jetzt Zeit zu bilanzieren. Inzwischen weiß sie, wie viele Einstellungen nötig sind, um am Ende eine schöne Szene zu filmen. „Prominent fühle ich mich aber nicht“, sagt sie. Klar sei sie immer mal wieder angesprochen worden. Unter anderem von einer 80-jährigen Dame, die ihr beipflichtete „Das hätte ich genauso gemacht“, aber ihr Leben stehe deshalb nicht Kopf.

Wohl nie war ein Leistenbruch so häufig Thema im TV wie bei „Bauer sucht Frau“. Der „lustige Ackerbauer“ sei jedenfalls immer noch nicht operiert, verrät Maaß. Es habe noch einmal ein Gespräch mit ihr gegeben und sie sei durchaus bereit gewesen, ihn ins Krankenhaus zu begleiten – allerdings auf freundschaftlicher Basis. Geschehen sei letztlich aber nichts. „Es ist schwer, manchen Menschen zu helfen“, sagt Silvia Maaß.

Dass das schwule Pärchen Veit Löhlein aus Werne und sein „fleißiger Pferdewirt“ Philipp heiraten wollen, findet sie schön. „Die beiden sind süß“, sagt sie. Zu ihnen bestehe noch Kontakt.

Nun aber ist die 43-Jährige voll auf Heiligabend eingestellt. Aus gutem Grund, denn ihre sechsjährige Tochter ist ein „Christkind“, hat am 24. Dezember Geburtstag. „Zunächst gibt es einen Brunch für Familie und Freunde und dann geht es weiter zu meiner Schwester“, schildert sie ihren Heiligabend. „Und um neun Uhr bin ich dann sicher todmüde.“ Falls nicht, werde sie sich zum Abschluss vielleicht noch einem anderen „Prinzen“ widmen: „Ein bisschen ,Drei Nüsse für Aschenbrödel’ sehen und dann ins Bett.“ - sh/oz

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