Vater und Sohn auf der Anklagebank

HALVER/HAGEN ▪ Ein Vater-Sohn-Gespann aus Halver muss sich seit gestern wegen unerlaubten Handeltreibens sowie unerlaubten Besitzes und unerlaubten Anbaus von Betäubungsmitteln vor dem Hagener Landgericht verantworten. Der gegenüber seinem Sohn 30 Jahre ältere Vater muss sich zusätzlich dem Vorwurf stellen, als über 21-Jähriger in 33 beziehungsweise 34 Fällen Betäubungsmittel an minderjährige Personen abgegeben zu haben.

Das Duo soll laut Anklage aufgrund eines gemeinsam gefassten Tatplanes zwischen Anfang Oktober 2008 und Januar vergangenen Jahres mehrere Abnehmer in Halver mit Drogen versorgt haben. Dabei hätten die Angeklagten jedes Mal Marihuana mit einem Gegenwert von jeweils 5 bis 10 Euro „vertickt“.

Darüber hinaus habe der Sohn in einem Schrank seines Kinderzimmers eine Cannabispflanzenzucht betrieben. Zu diesem Zweck sei der Schrank mit einem speziellen Beleuchtungssystem ausgestattet gewesen sein. Der Sohn soll, so heißt es weiter, beim Anbau sehr erfolgreich gewesen sein. Am Ende habe die angebaute Pflanze nämlich die stattliche Größe von knapp 1,35 Metern erreicht, so die Anklage.

Gleich zu Beginn des gestrigen Verhandlungstages war die Öffentlichkeit vom Prozess ausgeschlossen worden. Grund dafür ist das noch jugendliche Alter des Sohnes. Damit fand die Verhandlung zum Schutz des Jugendlichen hinter verschlossenen Türen statt. Heute wird der Prozess fortgesetzt. Nach der Anhörung verschiedener Zeugen soll es möglicherweise auch schon das Urteil geben. ▪ Jana Peuckert

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