Rosen für die Liebsten

Blumen zum Valentinstag: Corona grätscht wichtigem Verkaufstag dazwischen

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Corona-Einfluss: Susanne Buschmann, Inhaberin des Blumengeschäfts Gerull, glaubt nicht an ein großes Valentinstagsgeschäft.

Viele Einzelhändler und Dienstleister wurden in den Corona-Zwangsurlaub geschickt. Während Modegeschäfte und Friseure schließen mussten, dürfen Blumenfachgeschäfte öffnen. Auch die beiden Floristen in Halver sind weiterhin für ihre Kunden da – vor allem im Hinblick auf den Valentinstag am Sonntag, 14. Februar.

Halver – „Die Kunden sind momentan recht zurückhaltend“, sagt Silvie Engbrodt, Inhaberin von Blumen Born an der Elberfelder Straße. Das liege zum einen an der Pandemie, aber auch das Wetter würde dazu beitragen. Vor dem Frostwetter kamen noch spürbar mehr Kunden in das Geschäft. „Wir sind ja direkt am Friedhof, und wenn die Leute auf den Friedhof gehen, legen sie meist auch etwas aufs Grab. Bei diesen Temperaturen gehen aber nicht viele dorthin“, erklärt die Floristin.

14. Februar: Wichtiger Verkaufstag

Einer der wichtigsten Verkaufstage in der Blumenbranche ist der Valentinstag. Am Sonntag kann der Liebsten wieder durch die Blume gesagt werden, wie gerne man sie hat. Dass der Blumenverkauf ähnlich boomen wird wie in den vergangenen Jahren, kann sich Silvia Engbrodt jedoch nicht vorstellen: „Wir haben wesentlich weniger Vorbestellungen als sonst.“ Und Vorbestellungen sind gerade jetzt unerlässlich, denn „wenn immer nur eine bestimmte Personenanzahl in den Laden darf, kann man den Kunden nicht zumuten, draußen in der Schlange zu stehen. Besser ist es, wenn man vorbestellt und die Blumen nur abholen muss.“

Wenig los: Marion Heitmann (links) und Alex Pöthen können wegen Lockdown und Minusgraden im Blumengeschäft Born momentan nicht so viele Kunden begrüßen.

Die Einkaufsplanung gestaltet sich bei solchen Vorzeichen nicht unbedingt einfach. „Wir kaufen ein, wie in den anderen Jahren auch. Damit auch alles da ist, was verlangt werden könnte“, sagt die Fachfrau und geht damit das Risiko ein, auf den Blumen sitzen zu bleiben und sie anschließend entsorgen zu müssen. Geöffnet ist das Geschäft am Sonntag von 10 bis 13 Uhr.

Das Angebot leidet unter Corona

Auch das Angebot leidet unter den Coronamaßnahmen. „Schnittgrün, das zum Beispiel aus Australien eingeflogen wird, kommt nicht mehr. Das schlägt sich auf die Mengen nieder und auch auf die Preise“, erklärt Silvia Engbrodt.

Wer bei diesen Temperaturen Blumen kauft, erhält sie entsprechend gut verpackt. Doch auch zu Hause muss beim Umgang mit ihnen auf einiges geachtet werden: „Die Blumen sollten nicht ungeschützt in den eiskalten Keller gestellt werden. Und vor allen Dingen: kein Zug. Das schadet den Blumen. Wenn man sie in handwarmes Wasser stellt und vor Zug fernhält, halten sie sehr lange.“ Blumen sollten übrigens auch im Sommer vor Zugluft geschützt werden.

Bei den Schnittblumen rät die Fachfrau zu Frühlingspflanzen, die jetzt schon zu haben sind: „Hyazinthen, Tulpen oder Narzissen sind nicht so empfindlich, wie etwa die zum Valentinstag beliebten roten Rosen, die keinen Zug vertragen.“

Der Januar war eine Katastrophe.

Susanne Buschmann, Inhaberin von Blumen Gerull

Auch das Blumengeschäft Gerull an der Mittelstraße hat unter Coronamaßnahmen und Minustemperaturen zu leiden. „Der Januar war eine Katastrophe“, sagt Inhaberin Susanne Buschmann. Das Wetter würde die Kundenzahl zusätzlich reduzieren. Ein weiteres Manko seien die Auflagen für den Verkauf. Generell dürften laut CoronaSchutzverordnung zwar Schnitt- und Topfblumen angeboten werden, nicht aber Dekoartikel, außer im Zusammenhang mit Blumengestecken. Damit dürfe wieder alles angeboten werden.

Valentinstag ist am Sonntag

Wie das Valentinstagsgeschäft laufen könnte, dazu möchte sie keine Prognose abgeben. „Keine Ahnung. Da ist alles möglich“, merkt die Floristin an, stellt aber fest: „Valentinstag am Sonntag ist per se schon mal schlecht.“ Jeglicher Verkauf an Sonntagen sei nicht sonderlich erfolgversprechend. Geöffnet hat sie ihr Geschäft am Valentinstag von 8.30 bis 12 Uhr.

Die kalte Witterung ist für die bunten Pflanzen kein Problem. „Die Blumen werden hier angeschnitten und gut verpackt.“ Mit einer Heizung im Auto überleben sie den Transport. Bei einer Fahrtzeit von mehr als 20 Minuten empfiehlt die Fachfrau, die Blumen vor der Platzierung in ihrem neuen Zuhause noch einmal anzuschneiden, weil die Enden eingetrocknet sein könnten.

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