Halveraner Künstler trotzen der Tristesse

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Vakt-Kunst im Schaufenster bei Moden Bauckhage.

Halver - In Zeiten voller Tristesse und leerer Straßen, wollen einige Künstler in Halver ein Zeichen setzen.

Alles ist trist geworden. Läuft man durch die Stadt an Geschäften entlang, spiegelt sich nur das eigene Spiegelbild in den dunklen, geschlossenen Läden. In Restaurant sieht man leere Stühle und Tische. In den Geschäften Modepuppen, die noch keine Frühlingsmoden tragen. Schilder kleben an jeder Tür. Aber in einem Schaufenster ist das jetzt anders. 

An der Bahnhofstraße, in dem Geschäft, in dem eins Moden Bauckhage war, ist es bunt geworden. Der Kunstverein Vakt hat dort Bilder und Skulpturen ausgestellt. „Vakt hat die Gunst der Stunde genutzt“, sagt Annalena Kibbert. 

Statt der eleganten Designerklamotten stehen dort Leinwände auf Stativen. Die Aufmerksamkeit, die sonst die Kleidung auf sich zog, gebührt nun der Kunst. Und das zur Freude der Fußgänger, die doch meist alleine unterwegs sind.

Einige Halveraner meldeten sich bereits bei Vakt: „Das Schaufenster ist ein Anziehungspunkt und eine Bereicherung für die leider nun einsamen Spaziergänger und Bürger der Stadt.“ Künstlerin Annalena Kibbert sagt: „Am Tag der Schlüsselübergabe fanden Bilder und andere Kunstobjekte eine neue Heimat.“ 

Auch andere Ladenbesitzer zeigten sich laut des Kunstvereins kooperativ. Organisiert hat die Aktion Annalena Kibbert. Bei der Umsetzung hat ihr Gudi Mausbach-Dahl geholfen. Zusammen hatten sie am Montag das Schaufenster Kunst aus dem Schieferhaus hinüber zum Schaufenster getragen. 

Wie Kibbert an den Kontakt zum Vermieter gekommen ist, sei purer Zufall gewesen. „Aber ich bin Türöffner von Natur aus“, sagt die 83-Jährige und lacht. Kunst, die sonst nicht für jeden sichtbar ist, wird jetzt mit den Halveranern geteilt. 

Aber es soll auch ein Zeichen sein: „Wir sind noch da“, ergänzt Karin Schloten-Walther aus dem Vorstand des Vereins. Auch, wenn sämtliche Kurse und Workshops momentan ausfallen. Was die Mitglieder von Vakt freut: „Nun kommunizieren die Bürger mit der Kunst.“ Und dabei wünschen die Künstler „viel Spaß“.

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