Vakt kritisiert Haltung der Politik zu „Haus der Kunst“

Karin Schloten-Walther (links), Gudi Mausbach-Dahl (rechts) und Uwe Lassen über in einem offenen Brief Kritik an der Kommunalpolitik Halver.

HALVER ▪ Karin Schloten-Walther, Uwe Lassen und Gudi Mausbach-Dahl vom Vorstand des Vereins Aktion Kunst Treff (Vakt) „bedauern außerordentlich die gegenwärtige Haltung in der Ortspolitik und sind nicht gewillt, uns an politischen Rivalitäten und ’Spielen’ zu beteiligen, bei denen es inzwischen wohl eher um andere Interessen und Motive geht, als um eine gemeinsame und zielgerichtete Realisierung der Regionale 2013-Idee“.

Denn: „Mit der aktuellen Beschlusslage der politischen Gremien in Halver wird der gemeinsame Weg der Regionale 2013 nunmehr mindestens deutlich in Frage gestellt. Insbesondere von der SPD nach ihrer ultimativen Festlegung in ihrem Antrag an den Rat gegen das ’Haus der Kunst’ am bisherigen Standort auch verlassen, oder gar nicht erst beschritten, ebenso von den Vertretern der UWG und der FDP.“

Aus diesem Grund sieht sich Vakt, so heißt es in einem offenen Brief an die Bürgermeister der vier Volmetalkommunen, an das Büro für Architektur, Stadtplanung und Stadtentwicklung (ASS) und an das Regionale-Büro Südwestfalen, so lange nicht zu einer Mitarbeit in der Lage, wie von der Kommunalpolitik andere Interessen gesehen werden als im Regionalen integrierten Entwicklungs- und Handlungskonzept (RIEHK) festgehalten wurde.

Von Seiten des Vakt-Vorstandes wird daran erinnert, dass im Entwicklungsprozess der Regionale ein Schwerpunkt auf die kommunale Zusammenarbeit im Bereich Kunst und Kultur gelegt werden sollte. Der Verein habe dazu – als einzige Initiative – ein inhaltliches Konzept vorgelegt, dass bislang auch von der Stadt Halver als „Haus der Kunst“ präsentiert und in das RIEHK als Leitidee aufgenommen worden sei. „Hervor gehoben wird dabei der Grundsatz von Vakt e. V., keinen elitären Kunst- und Kulturbegriff zu vertreten, sondern die Idee (und langjährige Praxis), den Menschen Kunst nahe zu bringen und sie zu beteiligen.“, heißt es in dem Schreiben des Vorstands.

Auf die SPD-Kritik, die Schiefhäuser an der Frankfurter Straße seien marode, entgegnen Schloten-Walther, Lassen und Mausbach-Dahl, dass ein unabhängiger Gutachter für eine Expertise für die Nordrhein-Westfalen-Stiftung zu einem „ganz anderen Ergebnis“ gekommen sei. Außerdem wird darauf verwiesen, dass die Schieferhäuser in einer Standortbewertung des Büros ASS sechs Mal als „sehr geeignet“ – bei allen anderen Objekten, unter anderem Villa Wippermann und Kulturbahnhof“, gab es nur jeweils einmal ein „sehr geeignet“ – und drei Mal „geeignet“ erhalten habe.

Bei einem wirklichen Interesse an einer gemeinsamen Entwicklung des RIEHK hätte, so kritisiert der Vakt-Vorstand, das Gespräch mit dem Verein gesucht werden sollen. Dieses habe Vakt stets angeboten, weil man davon ausgeht, dass das Konzept „nicht in Stein gemeißelt“ sei. Auch hätte man den Kunstverein und andere Initiativen zur Sitzung des Regionale-Arbeitskreises einladen können, „um aus erster Hand zu erfahren, über was man eigentlich berät.“

„Die Haltung, es nicht zu tun, ist unverständlich und spricht nicht für bürgernahe Politik, nicht für den Geist des Regionalen Handlungskonzeptes und nicht für einen glaubhaften Willen, hier an dieser Stelle für für die Halver und für die Region, gemeinsam etwas leisten zu wollen.“ Darüber hinaus führt der Vakt-Vorstand eine Aussage aus dem Protokoll vom 10. Mai der von der Regionale eingerichteten Kultur-AG an: „Diese Nutzung der Gebäude und dieser Standort im Ortskern haben in der Umsetzung Priorität.“

Abschließend weisen die Vakt-Vorstandsmitglieder Gudi Mausbach-Dahl. Uwe Lassen und Karin Schloten-Walther in ihrem offenen Brief ebenfalls darauf hin, „unsere Urheberschaft des Konzeptes ’Haus der Kunst’ zu beachten und dieses nicht in der völlig veränderten Rahmensetzung weiter zu verwenden, da dieses nicht mehr unserer Idee entspricht, auch nicht mehr den Zielsetzungen des genannten Handlungskonzeptes, noch wir in unserem weiteren Wirken von der Verwirklichung dieser Idee absehen wollen und es eigenständig weiter nutzen wollen. ▪ Det Ruthmann

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