1. come-on.de
  2. Volmetal
  3. Halver

Verein aus dem MK will ganz besonderen Wald pflanzen

Erstellt:

Von: Sarah Lorencic

Kommentare

Der Kunstverein Vakt will einen Wald pflanzen. Das Projekt nennen die Künstler passenderweise „Überlebenskünstler“. Denn mit Blick auf den Klimawandel und die sterbenden Fichten in Halver und Umgebung. Die Bäume, die Vakt mit Paten pflanzen will, sollen mit dem Klima klarkommen.
Der Kunstverein Vakt will einen Wald pflanzen. Das Projekt nennen die Künstler passenderweise „Überlebenskünstler“. Denn mit Blick auf den Klimawandel und die sterbenden Fichten in Halver und Umgebung. Die Bäume, die Vakt mit Paten pflanzen will, sollen mit dem Klima klarkommen. © Sarah Lorencic

Wie kann dem Thema Klimawandel begegnet werden? Ein Verein will einen Wald pflanzen und ihn zugleich zu einem Projekt machen, bei dem jeder mitmachen kann.

Halver – Wenn es ein Thema gibt, das alle miteinander verbindet, dann ist es der Klimawandel. Und Kunst ist eine Sprache, die jeder spricht, jeder sprechen kann. Der Kunstverein Vakt (Verein Aktion Kunst Treff) will sich diesem globalen Thema nähern und es lokal in Angriff nehmen. Überlegt haben sich die Mitglieder eine Kunst-Mitmachaktion. „Wir wollen einen Kunst-Wald initiieren“, sagt Karin Schloten-Walther. Eine 2000 Quadratmeter große Kahlschlag-Fläche, die ein Vakt-Mitglied zur Verfügung stellt, soll wieder aufgeforstet werden. Welche Bäume es am Ende sind, entscheiden die Experten, sagen die Künstler. Klar ist, es wird ein Mischwald aus rund 100 Bäumen, die gesetzt werden müssen. Und für das Projekt mit dem Titel „Überlebenskünstler“ werden jetzt Paten gesucht.

Damit der Wald wachsen kann, wird er eingezäunt. Und am Zaun entsteht die erste Kunst. Die Pfähle können von den Mitmachern selbst gestaltet werden, wenn sie das möchten. Entlang des H-Wanderweges nahe der Ortschaft Vormbaum wird das Projekt umgesetzt. Eine Bank soll aufgestellt und zum Verweilen einladen. Viele Jahre wird man dann den „Überlebenskünstlern“, also den Bäumen, beim Wachsen zusehen können. Große Bäume werden die Projektunterstützer nicht mehr sehen. Nein, den Wald werden erst spätere Generationen bewundern können. Zukunftsweisend und hoffnungsvoll wird jeder Baum in die Erde gepflanzt. Begonnen wird damit in diesem Herbst.

Mit den ersten Setzlingen und Kunstobjekten werben Markus Nottke, Gudi Mausbach-Dahl, Karin Schloten-Walther, Heike Dietrich, Ingrid und Hartmut Kinsky (von links).
Mit den ersten Setzlingen und Kunstobjekten werben Markus Nottke, Gudi Mausbach-Dahl, Karin Schloten-Walther, Heike Dietrich, Ingrid und Hartmut Kinsky (von links). © Sarah Lorencic

Den großen Wald sieht man zwar nicht, aber das Wachstum der Pflanzen und „wie sie sich durchs Klima kämpfen“ in dem Gebiet mit einer „wunderschönen Aussicht“, wie Gudi Mausbach-Dahl sagt. Und bis dahin wird es die Kunst sein, die den Wald zudem zu einem Blickfang macht. Sind es erst Zaunpfähle und Waldwichtel (gestaltete kleine Stämme mit Wurzeln), werden mit der Zeit weitere Skulpturen zum Thema Klimawandel und Natur folgen, die am Rande des Waldes Spaziergängern ins Auge fallen sollen.

Angedacht ist auch eine Tafel für Wanderer sowie eine Wandzeitung vor dem Vakt-Haus. Die Patinnen und Paten sollen mit einem Baum-Setzling fotografiert werden. So soll der Wald mit den Menschen, die ihn ermöglicht haben, in Verbindung gebracht werden.

Der Betrag, der als Unterstützung des Projektes abgegeben wird, sollte mindestens 20 Euro betragen. Wer mitmachen möchte, kann sich bei Karin Schloten-Walther unter Tel. 0 23 53 / 48 29 oder bei Gudi Mausbach-Dahl unter Tel. 01 77 / 7226625 melden oder donnerstags von 11.30 bis 13.30 Uhr direkt persönlich Kontakt aufnehmen. Von 11.30 bis 13.30 Uhr ist vom Verein immer jemand im Schieferhaus, Frankfurter Straße 41.

Auch interessant

Kommentare