Überflutete Straßen, umgestürzte Bäume

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Gegen 13 Uhr verfinsterte sich der Himmel über Halver. Die Unwetterzentrale vermeldete die Warnstufe „violett“ für die Stadt im Grünen – die höchste von insgesamt sechs Stufen.

[UPDATE 16.27 UHR] HALVER - Die Unwetterwarnung, die von Meteomedia am Donnerstagmittag herausgegeben wurde, war mit der höchsten Stufe "lila" gekennzeichnet. Erst wurde es gegen 13 Uhr völlig dunkel, dann brachen heftiger Regen und Windböen los. Das hatte natürlich Folgen.

Der starke Regen sorgte für so manche überfluteten (Keller)-Räume wie zum Beispiel die des „Grand Casinos“ an der Helle, wo das Wasser 20 Zentimeter hoch stand und von der Feuerwehr heraus gepumpt werden musste. Auf den Straßen – wie beispielsweise auf der Goethestraße – konnte das Wasser gar nicht so schnell abfließen wie von oben Nachschub kam, so dass den Autos das Wasser bis zum Radkasten stand. Und der starke Wind sowie Blitze sorgten dafür, dass nicht nur Zweige und Äste, sondern ganze Bäume „gefällt“ oder, wie bei Neuen Herweg, gespalten wurde. Da dort die Gefahr bestand, dass der Rest der Buche auf die Fahrbahn stürzt, wurde die Landesstraße 892 in diesem Bereich von der Feuerwehr für den Verkehr gesperrt und ein Spezialunternehmen für das Fällen des Baumes verständigt. Das nahm naturgemäß einige Zeit in Anspruch, so lange musste auch die Sperrung aufrecht erhalten werden.

Unwetter in Halver

Ein weiterer auf die Straße gestürzter Baum war auf der Hagedornstraße von der Feuerwehr zu beseitigen – die „Blauröcke“, bei denen der erste Alarm gestern Mittag um 13.41 Uhr einging, hatten aber alles im Griff und sofort einen so genannten Meldekopf eingerichtet. Dort koordinierten Stadtbrandinspektor Stefan Czarkowski und Michael Keil die Einsätze, deren Zahl sich innerhalb kurzer Zeit auf zwölf summierte. Letztlich war diese Anzahl auch verantwortlich dafür, dass weitere Feuerwehreinsatzkräfte per Sirene nachalarmiert wurden. Letztlich waren rund 45 „Blauröcke“ vom LZ 1 (Stadtmitte), LZ 2 (Oberbrügge-Ehringhausen) und LZ 4 (Buschhausen) im Einsatz. Die hielten natürlich Kontakt zum „Meldekopf“, der im Funkraum des Gerätehauses an der Thomasstraße eingerichtet worden war. Darüber hinaus waren Czarkowski und Keil ständige Ansprechpartner für die Kreisleitstelle in Lüdenscheid sowie für die Polizeibeamten der Halveraner Wache. Zudem hätten sie jederzeit auch weitere Hilfskräfte vom Technischen Hilfswerk oder Roten Kreuz anfordern können.

„Solch ein Meldekopf wird dann eingerichtet“, erläuterte Feuerwehr-Pressesprecher Michael Keil, „wenn mehrere Einsätze auf einmal drohen“. Dann werde für Halver alles zentral aus dem Feuerwehrgerätehaus an der Thomasstraße gesteuert. - Det Ruthmann

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