Unterstufenchor begibt sich „in ein neues Land“

Die Kinder begeisterten die Zuschauer in der AFG-Aula. ▪ Domke

HALVER ▪ „Ein Land, wo Milch und Honig fließen, ein Land in dem das Leben sprießt.“ Wer in der Schule gut aufgepasst hat, weiß, um welches Land es sich handelt: Ägypten. Und um dieses Land ranken sich in der Bibel viele spannende Geschichten.

Zum Beispiel die von Moses. Wer das nochmal war? Die Gäste des Musicals „Unterwegs in ein neues Land“, das am Mittwoch in der Aula des Anne-Frank-Gymnasiums vom Unterstufenchor aufgeführt wurde, wissen das jetzt ganz genau.

Moses, der als Baby in einem Weidenkorb von seiner Mutter auf den Nil gelegt wurde und dann im Palast des Pharaos aufwuchs, bevor er von Gott befohlen wurde, das Volk Israel in Freiheit zu führen. Die Teilung des Nils und die Anbetung eines goldenen Kalbs sind nur einige der damit verbundenen Assoziationen. In farbenfrohen Gewändern und vor phantasievoller Kulisse standen die rund 60 Sängerinnen und Sänger des AFG-Chores auf der Bühne und präsentierten, unter der Leitung von Stefan Lehmkuhl, den rund 150 Gästen das biblische Kindermusical. Unterstützt wurden sie vom „Sandwichchor“ der Altenaer Singschule „St. Matthäus“ sowie von Andrea Waesch an der Violine, Dagmar Schwenen an der Klarinette und Maike Lehmkuhl am Klavier.

Linda Seyfried verkörperte den strengen Aufseher, der das Volk der Israeliten mit Peitschenhieben an der Arbeit hielt. Unter der strengen Herrschaft des Pharao (Jonathan Lehmkuhl) erlitt das Volk Schmerz und Pein. Eingängige Melodien und ausdrucksstarke Texte machten das Musical zu einem echten Erlebnis. Dabei scheuten die Sänger auch nicht, Soloparts zu übernehmen. Von Aufregung keine Spur. Auch nicht bei Aylina Westermann, die als Darstellerin des Moses den größten schauspielerischen und sängerischen Part inne hatte. Als Moses Mutter (Saskia Hensel) ihn von seiner wahren Herkunft unterrichtete und Moses von Gott auserwählt wurde, das Volk aus der Sklaverei zu befreien, schritten die als Israeliten verkleideten Sänger durch die Aula. Auf großen Plakaten prangten Botschaften wie „Wir sind das Volk“ und die Israeliten machten sich auf in ein neues Land. Trotz der Verfolgung durch die wütenden Ägypter und Zweifel des eigenen Volkes gelingt es Moses schließlich, sein Volk in Freiheit zu führen und von nun an ist er der Herr der Israeliten. „Falsche Versprechen, Zweifel und Sorgen, Rückkehrgedanken, Ängste vor dem Morgen, Goldene Kälber lassen wir zurück. Wir sind auf dem Weg zum wahren Glück“, sangen die Kinder in ihrem letzten Lied. Tosender Applaus und Ovationen belohnten die Mühen der fleißigen Sänger. ▪ Friederike Domke

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