„Unterstellungen, die so nicht stimmen“

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Bei der außerordentlichen Mitgliederversammlung des TSV wurden Jana Schmidt (Mitte) zur neuen Vorsitzenden, Sabine Schwab (links) zur Stellvertreterin und Joy Streit zur zweiten Kassenwartin gewählt. ▪

HALVER ▪ Mit Bestürzung reagierte der Tierschutzverein Halver-Schalksmühle bei seiner außerordentlichen Mitgliederversammlung am Dienstagabend in der Gaststätte „Zum Linken“ auf die Vorwürfe seines Ex-Ehrenvorsitzenden Karl-Heinz Olesch – wir berichteten.

Dass es an Sachkenntnis fehle, sei falsch: „Vier Mitarbeiter haben den Sachkundenachweis für Tierheimpersonal, ohne den eine Tierauffangstation nicht geführt werden darf.“ Auch die Behauptung, dass Katzen nicht einzeln abgegeben würden, stimme nicht. In einem Fall sei auf Anraten einer Tierärztin versucht worden, zwei zusammengehörende Tiere gemeinsam zu vermitteln. Der Verein wisse weder von einer Frau, die zwei Stunden mit einem Fundhund auf die Tierfreunde habe warten müssen – „es wäre nett, wenn sich diese Frau bei uns melden würde“, so die Bitte – noch sei ein Mitglied verbal angegangen worden, nur weil er Tieren einen Namen habe geben wollen. „Diese Tiere hatten bereits Namen von den Pflegern bekommen.“

„Die Behauptung, die ehemaligen Vorsitzenden (Angelika Schwab und Tanja Schweda) seien von uns ‚gemobbt‘ worden, kann von uns nicht nachvollzogen werden.“ Auch dass es im Vorstand keine Kommunikation gebe, stimme nicht. Seit 2008 habe es sechs Vorstandssitzungen und jeden zweiten Dienstag Mitgliederversammlungen gegeben.

Den Mietvertrag für die Auffangstation habe Olesch nie gesehen, weil er bei Abschluss „nur“ Ehrenvorsitzender und kein Vorstandsmitglied gewesen sei, als kommissarischer Vorsitzender keine Einsicht in das Papier verlangt habe.

Seine Zukunft sieht der TSV nicht gefährdet: „Zurzeit sind mehr als zehn der 100 Mitglieder aktiv dabei, so viel wie noch nie in der Vereinsgeschichte.“

Anders sprachen zwei langjährige Mitglieder, die bei der Versammlung hartnäckig nach den Gründen der jüngsten Amtsniederlegung fragten. „In den vielen Jahren habe ich die Arbeit von Olesch und Schwab kennen und schätzen gelernt. Jemand, der sich so engagiert in die Arbeit gekniet hat, wie Schweda, legt sein Amt nicht ohne Grund Knall auf Fall nieder“, sagte Ingrid Raue. Auf eine für sie unbefriedigende Antwort – „Es gab keinen Grund“, so die Vorstandsmitglieder – reagierte sie mit dem Verlassen des Raumes und einem Austritt. Ulrike Becke tat es ihr gleich. ▪ iwo

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