455 Unterschriften gegen die Schließung der Aldi-Filiale

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455 Protestunterschriften zur Schließung des Aldi in Oberbrügge, gesammelt in kürzester Zeit, überreichten gestern Dagmar Rüdiger, Thomas Wienand und Günther Hösch an Bürgermeister Michael Brosch.

Oberbrügge - Die Entscheidung der Aldi-Zentrale zur Schließung des Oberbrügger Marktes ist unumkehrbar. So viel ist sicher klar in der Gemeinde. Trotzdem: 455 Menschen haben sich in kürzester Zeit zum Protest in Unterschriftenlisten eingetragen.

Die Übergabe der Listen an Bürgermeister Michael Brosch im Rathaus gestern Nachmittag durch Dagmar Rüdiger, Thomas Wienand und Günther Hösch war aber eher vorwärtsgewandt. Oberbrügge sucht die Unterstützung in Politik und Verwaltung, was die Nahversorgung des Orts angeht.

Das plötzliche Aus des einzigen Lebensmittelgeschäfts im großen Umkreis „hat alle empört“, sagt Hösch. „Das berührt das ganze Volmetal“, stellt auch Dagmar Rüdiger fest.

"Der Ort braucht einen Nahversorger"

Die hohe Zahl der Unterschriften überraschte Brosch allerdings überhaupt nicht. Und Oberbrügge sei mit 2278 Einwohnern nach der Kernstadt größter Ortsteil Halvers. „Der Ort braucht einen Nahversorger“, weiß auch der Bürgermeister.

Versprechungen hatte Brosch allerdings nicht im Köcher. Doch es gebe positive Gespräche sowohl mit Aldi wie auch mit dem Eigentümer der Immobilie, die noch fast zwei Jahre über den laufenden Mietvertrag aneinander gebunden sind. Die Stadt allerdings sei dabei nur in einer Moderatorenrolle, könne versuchen, Kontakte herzustellen.

Alles ist offen

Ob sich ein anderer, kleinerer Supermarkt als Nachfolger findet, ob sich eine Genossenschaft für einen Bürgerladen zusammenschließt – alles ist offen. Wichtig sei, dass kein Stillstand eintrete und nicht zuletzt, dass auch die Oberbrügger mitziehen. Sollte es zu einer Lösung kommen, wäre es fatal, wenn sie dann für winzige Preisvorteile doch zum Einkauf nach außerhalb fahren, war man sich einig.

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