„Hätte total schief gehen können“

Unterschätzte Gefahr: Harvester-Reifen rollt Hang hinunter

Ein Durchmesser von rund 1,20 Meter und mit Felge: Der Reifen ist für Forstmaschinen gedacht.
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Ein Durchmesser von rund 1,20 Meter und mit Felge: Der Reifen ist für Forstmaschinen gedacht.

Unbekannte rollten einen Reifen, der für einen Forwarder gedacht war, einen Hang hinunter. „Das hätte auch total schief gehen können“, sagt der Forstoberinspektor dazu.

Halver – Wann es genau passiert ist, kann Ulrich Ackfeld nicht sagen. Der Forstoberinspektor der Stadt vermutet allerdings, dass es an Christi Himmelfahrt, also Vatertag, passiert sein könnte. Im Westen von Halver, bei Nonnenennepe, rollten Unbekannte einen Reifen, der für einen Forwarder gedacht war, einen Hang hinunter.

Der Reifen hat einen Durchmesser von rund 1,20 Meter, hat eine Felge und dient als Ersatzteil für den Fall, dass ein Fahrzeug bei der Holzernte einen neuen Reifen benötigt.

Unterschätzte Gefahr: Harvester-Reifen rollt Hang hinunter

Wie schwer der Reifen ist, kann Ulrich Ackfeld nicht einschätzen. Alleine aber, sagt er, bekommt man ihn nicht hoch. Und hätte der Reifen eine Person getroffen, wäre das nicht gut ausgegangen. Auch ein Fahrzeug oder ein Gebäude hätte unter der Last Schäden davontragen können.

Die Strecke, die der Reifen gerollt ist: Rund 350 Meter lagen zwischen dem Lagerort des Reifens und der Ortschaft Nonnenennepe.

Der Ersatzreifen rollte mehr als 350 Meter einen Hang hinunter und stoppte unweit von den Gebäuden der Hofschaft Nonnenennepe. „Das hätte auch total schief gehen können“, sagt der Forstinspektor und bezeichnet die Aktion als unverantwortlich.

Darauf hingewiesen hatte ihn im Übrigen ein Landwirt: „Wenn ihr euren Reifen sucht, der liegt bei mir“, soll er gesagt haben. Erklären kann er sich den Vorfall nur so, dass mehrere Personen, die eventuell getrunken haben, sich einen Spaß machen wollten. Bewusst gewesen sein muss die Aktion jedoch auch schon deshalb, weil der Reifen, bevor er den Hang hinunter rollen konnte, erst ein Stück bergauf gerollt werden musste. Wo der Reifen landen würde, konnte man von der Stelle, wo der Reifen lag, nicht einsehen. Das Risiko wurde in Kauf genommen.

Hoffentlich ein Einzelfall

Harvester fahren auf acht bis 16 Reifen. Dass mal einer bei den Arbeiten zerstört wird, komme ab und an vor, erklärt Ulrich Ackfeld. Weil Reparaturen lange dauern und Ersatzteile spontan schwer zu kriegen sind, liegen ein paar Reifen immer auf Vorrat nahe des Arbeitsortes. Aufgrund des Vorfalls hat Ulrich Ackfeld die Unternehmer darauf hingewiesen und auch gebeten, die Reifen besser zu verstecken, um diesen Gelegenheiten keine Chance zu geben – auch wenn Ackfeld nie auf diese Idee gekommen wäre, dass solch ein Reifen einen Hang heruntergerollt wird. Ackfeld hofft, dass der Vorfall ein Einzelfall bleibt. Denn während der gesamten Forstarbeiten im Zuge der Fällarbeiten von Käferholz, sei bisher kein Unfall oder Vandalismus an den Geräten vorgefallen. Das soll so bleiben.

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