Unternehmen aus dem MK testet seine Mitarbeiter

Einmal wöchentlich werden bei der Halveraner Firma Carl Turck an der Löhbach Corona-Selbsttests der Mitarbeiter vorgenommen. Die entsprechende Station wurde in der Beschichtungs-Abteilung aufgebaut.
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Einmal wöchentlich werden bei der Halveraner Firma Carl Turck an der Löhbach Corona-Selbsttests der Mitarbeiter vorgenommen. Die entsprechende Station wurde in der Beschichtungs-Abteilung aufgebaut.

Einmal wöchentlich wird in dem Unternehmen getestet. So läuft es ab.

Eine gewisse Sicherheit in Zeiten von Corona für Mitarbeiter und Firma – das setzt das Halveraner Unternehmen Carl Turck GmbH nun im Sinne von Selbsttests für seine Angestellten um. Einmal wöchentlich können sich die Mitarbeiter mit einem sogenannten Laientest auf das Virus testen.

Und das, obwohl die Testung in deutschen Unternehmen derzeit weder von der Landes- noch der Bundesregierung vorgeschrieben wird. Stattdessen gibt es eine entsprechende Empfehlung. „Wir haben eine ganze Weile überlegt und uns dann entschieden, die Tests unseren Mitarbeitern anzubieten. So sind wir auf jeden Fall schon mal vorne dabei“, erklärt Beate Turck, Geschäftsführerin bei Carl Turck.

Die Suche nach den Test war schwierig

Einmal wöchentlich können sich die Mitarbeiter der Firma, die an der Löhbach ansässig ist, zurzeit freiwillig selbst testen. „Wir haben verschiedene Arbeitsbereiche – und in der Beschichtung hatten wir noch genügend Platz, um die Stationen aufzubauen“, berichtet Beate Turck. Tische und Stühle wurden dort im entsprechenden Abstand voneinander aufgestellt, an denen die Angestellten die Tests durchführen können. „Wir haben uns für die sogenannten Laientests entschieden. Die kann jeder Mitarbeiter selbst durchführen“, erklärt die Geschäftsführerin. „Ich habe eine Weile recherchiert, woher wir die Tests am Besten beziehen und welche seriös sind“, so Turck.

Am Ende fiel die Wahl auf einen Medizinhandel aus Ostwestfalen-Lippe – der nun die entsprechenden Tests liefert. Mit einem Wattestab nehmen die Tester jetzt im vorderen Nasenbereich einen Abstrich. Dieser wird dann mit einer Lösung vermischt und auf ein Test-Kit gegeben. Das Ergebnis steht kurz darauf zur Verfügung. Beim ersten Durchgang wurden bei Carl Turck alle Mitarbeiter negativ getestet.

Keine Bescheinigungen möglich

„Wir können allerdings keine offiziellen Bescheinigungen ausstellen über einen negativen Test“, sagt Beate Turck. Das Unternehmen dokumentiert aber, wer teilgenommen hat und wie das Ergebnis ausgefallen ist. Damit sich bei der Selbst-Testung nicht zu viele Mitarbeiter begegnen, haben die Angestellten bei Carl Turck Termine erhalten, um ihre Testung durchzuführen. „Jedem Mitarbeiter wurde eine bestimmte Uhrzeit zugewiesen, während der Test durchgeführt werden kann“, erzählt Beate Turck.

Sollte die Testung der Mitarbeiter künftig verpflichtend vorgeschrieben werden, sieht Beate Turck auch die Politik in der Pflicht. Denn die Testung ist zwar für die Mitarbeiter derzeit kostenlos – aber das Unternehmen zahlt entsprechend für die Test-Kits. Ebenso wie für Masken und Desinfektionsmittel. „Aber wenn das zur Pflicht wird – dann bleibt die Frage, wie die Politik das regeln will.“

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