Rat arbeitet eventuell auch weiterhin mit Papier

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Einige Ratsmitglieder nutzen bereits Tablets oder Netbooks und verzichten auf die Unterlagen in Papierform. Dies klappt aber nicht bei sogenannten Tischvorlagen, da es beispielsweise im Rathaus kein WLAN gibt, um auch dort die Dokumentenliste zu aktualisieren.

Halver - Eigentlich war geplant worden, im kommenden Jahr auf das Ausdrucken der teilweise recht umfangreichen Unterlagen für die Ausschuss- und Ratssitzungen zu verzichten und auf „papierlos“ und damit auf „Elektronik“ umzustellen.

Von Det Ruthmann

Doch aufgrund der notwendigen Sparmaßnahmen, die wegen der deutlich niedrigeren Einnahmen beim Anteil an der Einkommen- und der Umsatzsteuer notwendig wurden, musste das Vorhaben ins Jahr 2016 verschoben werden. Nun wird es also wohl noch ein gutes Jahr dauern, ehe die Mitglieder des Stadtrats einen Zuschuss von der Stadt für den Kauf eines Tablets, Netbooks oder Laptops erhalten.

Voraussetzung dafür wird das Unterzeichnen einer Erklärung sein, mit der die Ratsfrauen und -herren auf Unterlagen in Papierform verzichten. Dafür würden sie dann einen Festbetrag erhalten, erläutert Nicole Schmies von der Stadtverwaltung auf Anfrage unserer Zeitung. Wie hoch dieser sein wird, steht noch nicht fest. Denn es hängt noch von anderen Faktoren ab.

Dann müsste gleichzeitig, so erläutert die Verwaltungsmitarbeiterin, im Sitzungssaal des Rathauses, in der Aula des Anne-Frank-Gymnasiums und im Schulungsraum des Feuerwehrgerätehauses an der Thomasstraße ein kabelloses Netzwerk (WLAN) eingerichtet werden. Während sich das WLAN im Rathaus und im Gerätehaus relativ problemlos installieren lässt, gestaltet sich dies im AFG schon schwieriger. Dort gibt es zwar ein schulinternes Netzwerk, doch in dieses, so Schmies, dürfe man sich nicht so einfach einklinken.

Auf der anderen Seite sollen die Ratsmitglieder auch eine Software erhalten, welche den Umgang mit dem Ratsinformationssystem erleichtert und darüber hinaus weitere Funktionen, wie beispielsweise Notizen machen, zur Verfügung stellt. Insgesamt waren für die Umstellung auf das papierlose Unterlagensystem 25 000 Euro kalkuliert worden. Damit sollen die Zuschüsse an die Räte, die Einrichtung des WLAN und das Programm finanziert werden.

Durch die reine Bezuschussung gewährleiste man auch, dass die Ratsmitglieder, die teilweise schon heute elektronische Medien benutzen, ihre Geräte behalten können. Und die anderen, die sich noch ein Tablet, Netbook oder Laptop zulegen müssen, haben die freie Wahl beim Betriebssystem (Android, Windows 8 oder 7 et cetera). Denn auch die Software, die für den Umgang mit dem Ratsinformationssytem hinzukommt, könne in allen Systemen genutzt werden.

Doch das verschiebt sich nun alles bis ins Jahr 2016 – bis dahin werden sich die Ratsmitglieder mit den Sitzungsunterlagen in Papierform begnügen oder sich jeweils vor den Sitzungen die Dokumente auf ihr Geräte herunterladen müssen.

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