Wettbewerb

„Unser Dorf hat Zukunft“: Oberbrügge gewinnt

Auf Rundreise durch den Ort: Die Mitglieder der Bewertungskommission des Märkischen Kreises nahmen an einer Planwagenfahrt durch Oberbrügge-Ehringhausen teil.
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Auf Rundreise durch den Ort: Die Mitglieder der Bewertungskommission des Märkischen Kreises nahmen an einer Planwagenfahrt durch Oberbrügge-Ehringhausen teil.

Dass das Dorf Oberbrügge-Ehringhausen liebenswert ist und es sich dort aus vielen Gründen zu leben lohnt, davon sind die Mitglieder des Aktionsbündnisses Oberbrügge-Ehringhausen fest überzeugt. Deshalb nimmt die Ortschaft in diesem Jahr bereits zum zweiten Mal am Dorfwettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ teil. Mit einer neuen Strategie, die sich gelohnt hat.

Oberbrügge - In diesem Zusammenhang fand am Mittwoch eine gut 90-minütige Präsentation statt, bei der die 15-köpfige Bewertungskommission des Märkischen Kreises von den Qualitäten der Ortschaft überzeugt werden sollte und zudem die Möglichkeit hatte, die örtlichen Gegebenheiten mit dem 150-seitigen, von Arnd App layouteten Dossier „Unser Dort hat Zukunft 2021“, abgleichen zu können.

Anders als im Jahr 2017 präsentierte das rund 40-köpfige Aktionsbündnis unter Federführung der beiden Hauptmitwirkenden Britta Kattwinkel-Kiefer und Peter Seyfried diesmal die Ortschaft nicht an einem einzigen zentralen Punkt, sondern lud die Kommission zu einer Planwagenfahrt mit Henning Wolf und zu mehreren Stationen ein, an denen unterschiedliche Mitglieder des Aktionsbündnisses auf wichtige Themen, Projekte und Einrichtungen eingingen, die Oberbrügge-Ehringhausen zu einem lebenswerten Dorf werden lassen.

Auch Bürgermeister Michael Brosch ließ es sich nicht nehmen, an der Tour teilzunehmen, die auf dem Parkplatz des Christlichen Gemeindezentrums Halver an der Heerstraße 139 begann. Hier wurden bereits Themen wie das gelebte Miteinander in der Dorfgemeinschaft, die Willkommenskultur im Ort sowie interkulturelle Gemeinschaftsaktionen thematisiert. Wenig später traf die Gruppe am Hof von Biobauer Henning Wolf ein, wo die Kommissionsteilnehmer unter anderem etwas über die Nahversorgung, Artenvielfalt und Klimaneutralität erfuhren. Gerlinde Gebauer vom Hofladen hatte das Angebot besonders liebevoll für die Besucher hergerichtet. Der Bahnhof Oberbrügge war für die Kommission der dritte Haltepunkt, wo die Teilnehmer der Rundfahrt etwas über den öffentlichen Personennahverkehr, die ortsbildprägende Bausubstanz sowie die Präsentation des Dorfes in den sozialen Medien erfuhren.

Finale im Dorfzentrum

Bevor sich der Tross schließlich zum Finale der Tour im Dorfzentrum auf den Weg machte, wurde die Altentagespflege angesteuert. Hier gab es unter anderem Informationen zum demografischen Wandel und wie dieser Entwicklung innerhalb der Dorfgemeinschaft begegnet wird. Auch die zunehmende Barrierefreiheit in der Ortschaft war hier ein Thema. Am Bürgerhaus und damit inmitten des „pädagogischen Zentrums“ von Kindergarten und Regenbogenschule sowie dem Mehrgenerationenpark, der mit mannigfaltigen Sportmöglichkeiten für Jung und Alt aufwartet, fand die Rundfahrt ihr Finale. Hier fand unter anderem auch eine Besichtigung des Bürgerhauses mit seiner Veranstaltungshalle statt, bevor die Kommissionsmitglieder von den Kindern der Regenbogenschule je eine Sonnenblume überreicht bekamen.

Oberbrügge wird Kreissieger

Am Mittwochnachmittag stand das Ergebnis fest: Oberbrügge gewinnt den Wettbewerb. Der Ortsteil ist Kreis-Sieger und landet außerdem auf dem ersten Platz in der Kategorie mehr als 1000 Einwohner.„Das ist der Wahnsinn“, sagt Peter Seyfreid vom Aktionsbündnis. „Wir freuen uns sehr.“ Dass, was die Mitglieder und das Team alles an Ideen hatten, hat funktioniert. „Das Konzept, das wir rüberbringen wollten, hat gegriffen“, sagt Seyfried. „Wir sind total stolz.“

Im kommenden Jahr vertritt Oberbrügge-Ehringhausen als Golddorf dann den Märkischen Kreis auf Landesebene. Außerdem ist der Ortsteil Ende September Ausrichter der Zeremonie der Siegerehrung des Wettbewerbs.

„Ausschlaggebend für unsere Entscheidung war, dass Oberbrügge-Ehringhausen die Kriterien des Dorfwettbewerbes in herausragender Weise präsentiert und erfüllt hat und die Kommission durch das Engagement vor Ort vollends überzeugt worden ist“, berichtet Kreisheimatpfleger Rolf Klostermann als Vorsitzender der Bewertungskommission.

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