Weniger Unfälle in Halver und Schalksmühle

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Legten gestern die Zahlen der Verkehrsunfallentwicklung für Halver und Schalksmühle vor: Thorsten Ausborn (links) und Ralf Papendick.

Halver/Schalksmühle - Die Zahlen zur Verkehrsunfallentwicklung in Halver und Schalksmühle, die Thorsten Ausborn, Leiter der Polizeiwache in Halver, am Montag gemeinsam mit Ralf Papendick vom Verkehrskommissariat verkünden konnte, waren positiv: Es gab im vergangenen Jahr keinen Verkehrstoten, weniger Schwerverletzte und insgesamt weniger Unfälle.

Gleichwohl, so Ausborn und Papendick, bleibe es oberstes Ziel ihrer Behörde, für weniger Tote und Verletzte auf den Straßen im Märkischen Kreis zu sorgen. Dies ist – im Vergleich zum restlichen Kreisgebiet – in den beiden Volmetalkommunen gelungen: Im vergangenen Jahr gab es wie 2013 keine Verkehrstoten, 14 Schwerverletzte (21 im Vorjahr) und 17 schwerwiegende Verkehrsunfälle mit Sachschaden (32 in 2013).

Selbst die Anzahl der Blechschäden ist in Schalksmühle und Halver von 597 auf 594 gesunken. Dagegen mussten die Beamten ein Plus von fünf Leichtverletzten (insgesamt 45) verzeichnen und eine Zunahme bei den Unfallfluchten von 142 auf 148 registrieren. Dabei wurden in fünf Fällen Personen verletzt. In der Stadt im Grünen machten sich 105 Autofahrerinnen beziehungsweise -fahrer nach einer Karambolage aus dem Staub, in der Volmegemeinde waren es 43 Unfallverursacher. Aufgeklärt werden konnten in Halver 40,95 Prozent der Unfallfluchten (32,26 Prozent im Jahr zuvor) und in Schalksmühle 30,32 Prozent (51,02 Prozent im Vorjahr).

Mit vier gleich geblieben ist die Anzahl der Unfälle, bei denen Alkohol im Spiel war. Letztlich gab es in den beiden Volmetalkommunen im vergangenen Jahr 813 Unfälle – in 2013 waren es mit 830 gut zwei Prozent mehr.

Im Jahr 2014 gab es keinen Schulwegunfall, aber – wie 2013 – sieben Unfälle mit Kindern mit ebenso vielen Verletzten (2013: 6). Fünf Kinder verunglückten in Halver, zwei in Schalksmühle. Mit elf konstant blieb die Zahl der Unfälle mit Jugendlichen (15 bis 17 Jahre) mit zehn Verletzten (2013: 11). In der Stadt im Grünen nahmen die Polizeibeamten zehn Unfälle mit neun verletzten Jugendlichen auf, in der Volmegemeinde einen mit einem Verletzten. Einen deutlichen Rückgang, so der Wachleiter, habe es bei den Verkehrsunfällen mit Senioren (65 Jahre und älter) gegeben: Die Zahl sank von 40 auf 29. Sechs Menschen, jeweils drei in beiden Kommunen, wurden dabei verletzt, im Vorjahr gab es neun Verletzte.

Als Problembereich bezeichnen die Polizeibeamten die jungen Erwachsenen (18 bis 24 Jahre): Es gab mit 56 Karambolagen vier mehr als im Vorjahreszeitraum. 41 Mal krachte es in Halver, 15 Mal in Schalksmühle. Dabei gab es acht Schwerverletzte, doppelt so viel als 2013. Lediglich die Zahl der Leichtverletzten sank um 5 auf 15.

Als erfreulich werten Thorsten Ausborn und Ralf Papendick, dass es „nur“ neun Motorradunfälle (2013: 17) mit zwei Schwer- und fünf Leichtverletzten (2013: 8 und 10) gab. In der Volmegemeinde verunglückten zwei Kradfahrer, in der Stadt im Grünen sieben. Schließlich gelten die Straßen beider Kommunen für Motorradfahrer als beliebte Strecken.

Als positiv wird natürlich gewertet, dass die Gesamtzahl sowohl der Schwer- als auch der Leichtverletzten im Bereich der Polizeiwache Halver im Vergleich zum Jahr 2013 von 23 auf 17 (-26,1 Prozent) beziehungsweise von 69 auf 64 (-7,25 Prozent) gesunken ist.

Unfallursache Nummer 1 in Halver und Schalksmühle ist mit 22 überhöhte oder nicht angepasste Geschwindigkeit, die damit Fehler beim Abbiegen und Wenden (18, gegen 2013 nahezu halbiert) und Vorfahrt/Vorrang (14, ebenfalls halbiert) den Rang abgelaufen hat. „Geschwindigkeit ist der Killer Nummer 1“, betont Papendick, dass Unfälle mit nicht angepasstem oder überhöhtem Tempo am häufigsten Verkehrstote und Verletzte forderten. Erschreckend: An vierter Stelle der Unfallursachen steht „Alkohol“ (12, wie im Vorjahr). „Abstand“ und „Fehler beim Überholen“ fallen mit jeweils zwei Unfällen weniger ins Gewicht.

Auch wenn einige Zahlen der Verkehrsunfallentwicklung in Halver und Schalksmühle besser aussehen als im Märkischen Kreis, so heißt dies für die Polizeibeamten, insbesondere an Unfallschwerpunkten Präsenz zu zeigen, Kontrollen durchzuführen und aufzuklären sowie zu kontrollieren – auch, was das Ablenken der Verkehrsteilnehmern durch Smartphones angeht. - Det Ruthmann

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