Unfallkommision berät sich im Kreishaus

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Die Mitglieder der Unfallkommission tagten jüngst im Lüdenscheider Kreishaus und gaben 28 Unfallschwerpunkte bekannt.

Halver/Oberbrügge - Sie sorgen für mehr Verkehrssicherheit im Märkischen Kreis: Die Mitglieder der Unfallkommission trafen sich jetzt im Lüdenscheider Kreishaus. Insgesamt 28 sogenannte „Unfallhäufigkeitsstellen“ gibt es aktuell im Kreis – darunter ist auch einer in Oberbrügge.

Beim dem Unfallschwerpunkt auf Oberbrügger Gebiet handelt es sich laut MK-Pressesprecher Hendrik Klein um eine Stelle auf der Bundesstraße 54 in Höhe der Hausnummer 45, unmittelbar in Nähe der Einmündung Bergstraße. Die Kommission tagt regelmäßig mindestens einmal pro Jahr unter der Leitung der Straßenverkehrsbehörde, bei Bedarf und Anlass bezogen auch häufiger.

Der Kommission gehören Vertreter der Bezirksregierung, des Landesbetriebes Straßenbau.NRW, der Kreispolizeibehörde sowie der Straßenverkehrsbehörde des Märkischen Kreises an. Aufgabe der Kommission ist es, Unfallhäufungen zu erkennen, sie zu analysieren und Maßnahmen zu deren Beseitigung zu beschließen. Außerdem muss das Gremium sicherstellen, dass die beschlossenen Maßnahmen umgesetzt werden und eine Wirkungskontrolle erfolgt, heißt es seitens des Märkischen Kreises.

Das Spektrum umfasst bauliche, verkehrsrechtliche und verkehrspolizeiliche Maßnahmen. Der Arbeit der Unfallkommission komme angesichts des mit den Verkehrsunfällen verbunden menschlichen Leids und der immensen Unfallkosten eine bedeutende Aufgabe zu. Durch gezielte Entschärfung von Unfallbrennpunkte könne demnach die Verkehrssicherheit deutlich verbessert werden.

Im nächsten Schritt werden alle der Kommission angehörenden Behörden ihre Vertreter mit der Begutachtung der aktuellen Unfallstellen beauftragen. „Es wird genau analysiert, warum es genau an diesen Stellen besonders häufig zu Unfällen kommt“, so Joachim Pieper von der Straßenverkehrsbehörde des Märkischen Kreises. Anschließend werde beraten und entschieden, wie genau man diese Unfallschwerpunkte entschärfen kann. „Dies können bauliche Maßnahmen sein, eine andere Beschilderung oder intensivere Kontrollen“, so Joachim Pieper.

Besondere Sorge bereitet der Unfallkommission zurzeit die steigende Anzahl von Motorradunfällen, auf die ein besonderes Augenmerk gerichtet werden soll. Im ersten Halbjahr verunglückten 96 Kradfahrer im Kreisgebiet, in den ersten sechs Monaten 2014 waren es 76. Insgesamt, einschließlich aller Roller und Kleinkraftradfahrer, waren es 145. Glücklicherweise musste keiner der in diesem Jahr verunglückten Zweiradfahrer seinen Crash mit dem Leben bezahlen.

Zu den weiteren „Unfallhäufigkeitsstellen“ zählen zwei in Balve, fünf in Herscheid, sieben in Iserlohn, vier in Lüdenscheid, zwei in Menden, zwei in Neuenrade, vier in Plettenberg und eine in Werdohl. Sechs der zusätzlich gemeldeten Gefahrenpunkte konnten aufgrund der dort rückläufigen Unfallentwicklung von der Unfallkommission des Märkischen Kreises als „erledigt“ eingestuft werden. Dazu zählt auch die Frankfurter Straße Ecke/Marktstraße und Bächterhof. Dort soll, wie berichtet, bald ein Kreisverkehr entstehen.

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