Wildunfälle nehmen zu

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Ein verunfalltes Reh im Straßenverkehr: Nicht nur für das Tier, auch für den Menschen können solche Begegnungen schlimme Folgen nach sich ziehen.

Halver - Es ist ein immer wiederkehrendes Problem, Jahr für Jahr, zur selben Zeit. Wenn die Tage kürzer werden und die Sicht auf den Straßen für Autofahrer somit schlechter, steigt die Zahl an verunfalltem Wild. Die Mitglieder des Halveraner Hegerings bitten Autofahrer daher gerade jetzt um umsichtiges Fahren.

336 tote Rehe führt Öffentlichkeits-Obmann Jürgen Schmidt in seiner Statistik des vergangenen Jagdjahres auf. Die Zahl setzt sich zusammen aus erlegtem Rehwild durch Jäger und aus verunfalltem Reh. Zu diesem sogenannten Fallwild zählen auch Tiere, die eines natürlich Todes starben. Insgesamt 97 Tiere fallen unter diese Gruppe, das sind 28,9 Prozent. „Dieser Anteil ist sehr hoch“, beurteilt Schmidt die aktuellen Zahlen. Zum Vergleich: Im Vorjahr waren es 58 Tiere, die im Straßenverkehr getötet wurden.

Doch auch Wildschweine, und Füchse geraten vermehrt in der dunklen Jahreszeit unter die Räder der Autofahrer und werden lebensbedrohlich verletzt oder verenden aufgrund der Verletzungen am Unfallort.

Auch die Gefahr für den Autofahrer ist bei einer Kollision mit Wild nicht zu unterschätzen. „Für die eigene Sicherheit sollten Autofahrer aufmerksam im Straßenverkehr unterwegs sein“, rät Schmidt daher. Lässt sich ein Zusammenstoß nicht mehr vermeiden, solle man nicht ausweichen, sondern gerade auf das Tier zufahren.

Laut Wildunfallkataster des Märkischen Kreises liegen die Unfallschwerpunkte für Wildunfälle rund um Halver auf der L 528 in Höhe der Ortschaft Hürxtal, auf der L 868 bei Oeckinghausen, auf der B 229 in Höhe Schmalenbach und nicht zuletzt auf der Landesstraße 892 (Heerstraße) zwischen Halver und Oberbrügge.

Vermehrt wurden in den vergangenen Monaten blaue Reflektoren an Straßenbegrenzungspfählen angebracht, die nachweislich vom Wild stark wahrgenommen werden und es von den Straßen fernhalten soll.

Von Friederike Domke

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