Auto mit Totalschaden abgeschleppt

Erst ins Krankenhaus, dann in Gewahrsam - Unfallfahrer tritt um sich

Ein VW Touran mit Totalschaden
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Ein Autofahrer aus Halver kam am späten Donnerstagabend mit seinem VW Touran von der Fahrbahn ab.

„Uneinsichtig“ gab sich ein 33jähriger am Donnerstagabend, nachdem er in Halver ausserorts sein Auto kaputtgefahren hat. Deshalb musste er nach einem kurzen Krankenhausaufenthalt in Polizeigewahrsam.

Halver - Gegen 21.30 Uhr war der aus Schwelm stammende Mann von Radevormwald kommend auf der B229 unterwegs, als er in Höhe Schmalenbach plötzlich nach rechts von der Fahrbahn abkam und dann die Kontrolle über seinen VW Touran verlor. Was der Auslöser für das Manöver war, konnten weder die Polizei noch der Fahrer selbst sagen. Fest steht aber: Es war Alkohol im Spiel.

Dietmar Boronowski, Pressesprecher der Polizei, spricht von absoluter Fahruntüchtigkeit. Die beginne bei einem Wert von 1,1 Promille. Für den Unfallfahrer wurde ein Rettungswagen gerufen, weil er verwirrt und schockverletzt wirkte. Er kam zunächst nach Lüdenscheid ins Krankenhaus.

Die anrückende Polizei bezeichnete den Unfallfahrer als „uneinsichtig“.

Verweigerung von Blutprobe

Schon im Rettungswagen war er gegenüber den Beamten nicht besonders kooperativ und zeigte später deutlich seine Ablehnung gegen die Entnahme einer Blutprobe. Immerhin ergaben die Untersuchungen in der Klinik keine körperlichen Verletzungen, weshalb es von der Notaufnahme direkt in eine Zelle der Lüdenscheider Polizeiwache ging.

Nochmals wehrte sich der Schwelmer unter anderem mit Tritten körperlich gegen die Weiterfahrt. Das brachte ihm eine Strafanzeige wegen „Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte“ ein. Dass der Führerschein des renitenten Mannes sichergestellt wurde, war am Ende eine reine Formsache. Am Fahrzeug entstand nach Einschätzung der Beamten vor Ort Totalschaden, es wurde abgeschleppt. Bevor der VW zum Stehen kam, hatte er allerdings auf einer Länge von etwa 100 Meter Erdreich aus der Böschung auf die Straße gewirbelt und große Mengen seiner Betriebsflüssigkeiten verloren.

Feuerwehr muss zunächst passen

Die eingesetzte Halveraner Feuerwehr musste bei diesen Mengen auch passen. Der Löschzug Stadtmitte war mit 9 Kräften auf der Bundesstraße, auch um die Einsatzstelle auszuleuchten und abzusichern. Bei diesem Verschmutzungsgrad musste der Asphalt von einer Fachfirma gesäubert werden.

Das Reinigungsfahrzeug traf gegen 23.00 Uhr an der Einsatzstelle ein. Die wirkte sich zum Glück kaum auf den fließenden Verkehr aus, da zu der späten Stunde nur wenig Fahrzeuge unterwegs waren. Die konnten problemlos um die Unfallstelle herumgeleitet werden.

Zuletzt hat es auch Unfälle im Lennetal gegeben: In Plettenberg kam zu einem Unfall nach einer Tunnelsperrung. Außerdem krachten zwei Autos in Altena zusammen, da der Fahrer eine Kurve falsch einschätzte.

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