Müllentsorgung

Unbekannte laden Kürbisse im Wald ab: Halloween auf einem Haufen

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Einfach abgeladen: Ein Lkw hat eine Ladung Kürbisse am Hof Giesker am Waldesrand entsorgt. Die ersten Passanten nehmen bereits Früchte mit.

Halver - Halloween ist vorbei. Deutlicher als mit einem Anhänger voll mit Kürbissen, der illegal beim Geflügelhof Gieseker abgeschüttet wurde, kann man es wohl nicht sagen. Es ist nicht das erste Mal, dass an dieser Stelle Unbekannte ihren Müll abladen.

„Schon wieder ist es passiert“, sagt Johannes Johanngieseker. Von Weitem sah er es bereits orange am Waldesrand leuchten. Als er hinfuhr sah er einen Haufen Kürbisse. Sie wurden einfach am Kreisch abgeladen. Nachts, vermutet der Geflügelzüchter. Die Spurrillen eines Lkw mit Doppelbereifung sind in dem matschigen Weg noch gut zu erkennen. 

Nicht das erste Mal

Ein Lachen kann er sich bei dem Berg an Kürbissen nicht verkneifen. Bei der Entdeckung selbst war ihm jedoch nicht zum Schmunzeln zumute. Denn genau an dieser Stelle haben Unbekannte bereits vor zwei Jahren ihren Müll entsorgt. Da waren es keine Kürbisse, sondern Bauschutt. Für die Entsorgung mussten die Johanngiesekers selber aufkommen. 

Wer hat die Kürbisse abgeladen? Das fragen sich die Johanngiesekers vom Gefl ügelhof am Kreisch.

Unverständnis bei den Giesekers

Dagegen sind die Halloween-Überbleibsel weniger schlimm, sagt er. Trotzdem: Was er damit jetzt machen soll, weiß er noch nicht. Einige der Kürbisse sind bereits sichtlich angefressen. Ob Wildtiere die Kürbisse fressen dürfen, will Johanngieseker noch bei einem Jäger nachfragen. Wieder andere Kürbisse sind komplett unversehrt. Der Vater von Johannes Johanngieseker kann das nicht verstehen. Von wem auch immer die Früchte kommen, derjenige hätte sie auch für einen Euro verkaufen können, anstatt sie einfach auf einem fremden Grundstück zu entsorgen, sagt Berthold Johanngieseker. 

Passanten werden auf die Kürbisse aufmerksam

Jetzt liegen sie am Kreisch. Und das bleibt nicht unbemerkt. Der leuchtende Haufen ist von der Straße aus gut zu sehen. Nicht lange hat es daher gedauert, bis das erste Auto am Dienstag anhielt. Zwei Passanten stiegen aus und fragten, wem die Kürbisse gehören. „Eine gute Frage“, sagte Johannes Johanngieseker. Jetzt sind sie in jedem Fall sein Problem. Ein Unding, finden auch die beiden. „Wenn Sie wollen, nehmen Sie sich doch welche mit.“ Und ja, deswegen hatten sie ursprünglich angehalten, geben sie zu. Mit zwei medizinballgroßen Kürbissen stapften sie wieder zurück zum Auto und fuhren davon. Schon einmal zwei weniger. 

Wer will, kann sich Kürbisse abholen

Jeder, der will, kann sich gerne einen Kürbis abholen, sagt der 31-Jährige. So lange er noch keine weitere Vorgehensweise geplant hat, liegen sie gut sichtbar am Kreisch an der Vahlefelder Heide Höhe der Abzweigung zum Geflügelhof Gieseker. Die Polizei wird der Geflügelzüchter nicht informieren. Eine Anzeige gegen Unbekannt bringe nichts, sagt er. Es fällt ihm schwer, aber er versucht, es mit Humor zu nehmen, sagt er. Denn es ist nicht nur ärgerlich, sondern auch eine Unverschämtheit, auf fremdes Grundstück Müll zu entladen – und nicht immer sind es Kürbisse.

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