Polizeiermittlung zu Holzdiebstahl im großen Stil

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Ernst Färber mit einem Foto, das er von seinem Holz gemacht hat, bevor es geklaut wurde. ▪

HALVER ▪ In den Höhen zwischen Schmidtsiepen und Berge ist Ernst Färber regelmäßig unterwegs: Dort, am Waldrand, lagert der Halveraner Holz, das er einmal jährlich aus Lüdenscheid anliefern lässt. Eigentlich ist Färber häufiger vor Ort, um nach dem Rechten zu sehen – doch bis zu seinem jüngsten Besuch vergingen fast zwei Monate. In der vergangenen Woche gab es dann eine böse Überraschung: 20 Festmeter Holz sind spurlos verschwunden.

Da es sich bei dem Diebesgut nicht etwa um kleingesägte Teile, sondern um schwere, bis zu vier Meter lange Baumstämme handelte, vermutet die Polizei professionelle Täter hinter dem Diebstahl. „Dafür benötigt man schon einen Lastwagen mit Kran oder Hebevorrichtung“, sagt Polizeisprecher Norbert Pusch.

Zwar hat Ernst Färber den Diebstahl zur Anzeige gebracht, die Ermittlung des Tathergangs sei jedoch schwierig, so Pusch. Das Problem: Zuletzt war der Halveraner Mitte August am „Tatort“. „Im Extremfall wurde das Holz bereits Ende August geklaut. Jetzt noch irgendwelche Spuren zu finden, die auf den oder die Täter schließen lassen, ist schier unmöglich“, sagt Norbert Pusch.

Für Ernst Färber ein mehr als ärgerlicher Verlust: Für 22 Festmeter habe er in diesem Jahr etwa 1000 Euro zuzüglich Transportkosten bezahlt. „Ich habe meine Heizung vor vier Jahren auf Holz umgestellt. Seither bestelle ich jährlich im Schloss Neuenhof das Brennmaterial.“ Ausgerechnet Schloss Neuenhof: Es war nämlich ebenfalls in der vergangenen Woche, als auch dort ein Holz-Diebstahl bekannt wurde. Unbekannte ließen in Lüdenscheid nach Polizeiangaben gleich 30 Festmeter mitgehen.

So wurden innerhalb weniger Tage gleich zwei Fälle von Holz-Diebstahl größerer Mengen bekannt – einen Trend hatte Polizeisprecher Norbert Pusch bis dahin jedoch nicht feststellen können. „Bei kleineren, bereits geschnittenen Mengen, kommt so etwas mal vor, aber nicht bei so großen Stücken.“

Trotz der schwierigen Täterermittlung hofft Ernst Färber natürlich auf Zeugen, denen – vermutlich nachts – ein größerer Transporter in der Nähe der Pumpstation zwischen Schmidtsiepen und Berge aufgefallen ist. Hinweise nimmt die Polizei unter der Rufnummer 0 23 53 /9 19 90 entgegen. ▪ Von Frank Zacharias

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