Alutronic schmiedet Pläne

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Halver - Das Unternehmen Alutronic Kühlkörper GmbH & Co KG wächst und gedeiht. Und zwar so, dass es am Stammsitz Auf der Löbke, im Industriegebiet Löhbach, deutlich zu eng wird – und eigentlich schon ist.

Sichtbares Zeichen der Expansion des mittelständischen Betriebes, familiengeführt in der zweiten Generation, ist der Erwerb des Gebäudes des ehemaligen Malerzentrums/Malerfachverkaufs Dreschel in Oeckinghausen. Bereits innerhalb der nächsten zwei Monate wird Alutronic dort Lager und Versand ansiedeln. Ziel ist es, dort die Wege zum benachbarten Eloxalwerk abzukürzen und gleichzeitig Platz am Stammsitz für weitere Maschinen zu schaffen. Denn bedingt durch die brummende Konjunktur und auch innerbetriebliche Umstrukturierungen läuft’s Auf der Löbke gut. 

Umsatzsteigerungen von rund zehn Prozent in den vergangenen beiden Jahren nennen Geschäftsführer Tim Schlachtenrodt und Fertigungsleiter Marcus Opitz im Gespräch mit dem Allgemeinen Anzeiger als Grund für die anstehenden Veränderungen. Flache Hierarchien und die Orientierung hin zur Teamarbeit förderten die Geschwindigkeit und Beweglichkeit. Das komme bei den Kunden gut an. 

Malerbedarf Dreschel übernommen 

Dabei ist der Erwerb der verkehrsgünstig gelegenen Dreschel-Immobilie nur einer von mehreren Schritten, die mittelfristig anstehen. Alutronic ist konkret dabei, auch die Fertigung an den neuen Standort an der Kreuzung der Bundesstraße 229 und der Hälverstraße zu verlegen. Dafür vorgesehen wäre innerhalb der nächsten drei bis fünf Jahre eine neue Halle, für die die Flächen entweder schon vorhanden waren oder die in der letzten Zeit hinzugekauft worden sind. 

Das bestehende Eloxalwerk, in dem die Oberflächen der Kühlkörper abschließend behandelt werden, soll in das neue Alutronic-Werk integriert werden. Ein Neubau dieses Werks, das auf dem aktuellen Stand der Technik sei, mache wirtschaftlich wenig Sinn, sagt Opitz. Auch personell wird sich damit beim Halveraner Mittelständler etwas bewegen, der sich seit 1977 um Aluprofile für die „Entwärmung“ hochleistungsfähiger elektronischer Bauteile für einen Stamm von rund 1000 Kunden kümmert. Zurzeit sind es etwa 70 Mitarbeiter, davon rund 50 in der Fertigung, die aus Alu-Strangpressprofilen kundenspezifische Kühllösungen fertigen und behandeln. 

Dazu benötigt werden in erster Linie Zerspanungsmechaniker, aber auch Industriekaufleute und Fachkräfte für Versand-Lagerlogistik. Insbesondere bei den Zerspanungsfachleuten setzt Alutronic nach eigenen Angaben auf Ausbildung im eigenen Betrieb, um ein späteres „Umlernen“ auf die eigenen, speziellen Bearbeitungen zu vermeiden. Es ist gewünscht, dass Azubis bei Alutronic nahtlos in ihren früheren Ausbildungsbetrieb integriert werden. Freie Ausbildungsplätze sind für das kommende Lehrjahr noch verfügbar. 

Erschließung noch über Schotter 

Wie schnell der Umzug ins Gewerbegebiet Oeckinghausen erfolgen kann, hängt aber nicht allein von Alutronic ab. Die Erschließung über die Siemensstraße erfolgt mit Stand von heute über eine Schotterpiste, obwohl die Beteiligung an den Erschließungskosten bereits vor rund 30 Jahren geleistet worden sei, wie Schlachtenrodt die Problemlage schildert. Unklar sei, wann die Straße tatsächlich und in welchem Profil hergestellt werde. 

Welche Rolle die Anbindung und auch die Straßenqualität spielt, merkt das aufstrebende Unternehmen schon jetzt täglich. Die Produktion von Ausschuss bei den hochempfindlichen Bauteilen findet Auf der Löbke und am Weißenpferd erst nach der Fertigung statt – im Lkw auf den kaputten Fahrbahnen.

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