Umweltausschuss stimmt für Kletterareal

Innerhalb der gelb schraffierten Fläche soll sich später einmal der Hochseil-Klettergarten befinden.

HALVER ▪ Die Idee des Betreibers Kalisho Natursport, seinen Hochseilgarten bei Nieder Hedfeld in den Bereich Herpine zu verlegen, stieß am Dienstagabend im Umwelt- und Abfallausschuss auf breite Zustimmung. Nach Ortsbesichtigung und kurzer Diskussion plädierte das Gremium letztlich einstimmig für die Einleitung der dafür notwendigen Änderung des Flächennutzungsplans.

Wie berichtet, darf der zuletzt genutzte Klettergarten aufgrund fehlender bauaufsichtlicher Genehmigung nicht weiter betrieben werden. Die entsprechende Änderung des Flächennutzungsplans im Bereich Herpine soll eine Anlage nun in direkter Nachbarschaft zum Waldfreibad ermöglichen: Das Gelände befindet sich vom Parkplatz gesehen hinter dem Freibad und ist nach Angaben des beauftragten Architekten Christoph Schnider dank des Baumbestands besonders für den Hochseilgarten geeignet.

Überwog letztlich auch die Zustimmung zum geplanten Projekt, so gaben die Vertreter der Grünen-Fraktion dennoch den Eingriff in die Natur zu bedenken: „Ein Klettergarten ohne Schäden gibt es nicht“, brachte es Bettina van Giesen auf den Punkt. Ihr Fraktionskollege Martin Halbrügge hält die Idee des Natursport-Anbieters letztlich jedoch für „genial“. „Auf den Wert der Bäume haben wir an dieser Stelle dennoch zu achten.“ Ebenso wie Gabriele Apelt (CDU), Michael Brosch (SPD) und Eveline Scharwächter (UWG) erklärte Halbrügge seine Unterstützung zum Klettergarten-Projekt.

Franz Helmut Engel und Peter Kaczor vom Fachbereich Bauen und Wohnen betonten allerdings, dass man sich aktuell in einem sehr frühen Stadium der Planungen befinde. Ein eventuelles Nutzungsentgelt, das der Betreiber für die städtischen Flächen zahlen könnte, sei ebenso offen wie die genaue Routenführung der Hochseile. Die Schäden, die etwa durch die Verdichtung des Waldbodens zu erwarten wären, hält Engel indes für gering – schließlich gebe es im besagten Bereich bereits Waldwege und: Unter anderem würden die Hochseile über den Bachlauf der Hälver (nebst benachbartem Kneipp-Becken) führen. Am Bestand der Bäume würde sich durch die Nutzung als Klettergarten nichts ändern: „Auf den Erhalt der Bäume wird bei solchen Anlagen immer größter Wert gelegt“, hieß es am Dienstag. ▪ Frank Zacharias

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