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„Es ist einfach voll“

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Von: Florian Hesse

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Heerstraße in Oberbrügge
Die Umleitung der Bundesstraße 229 über die Heerstraße produziert Verkehrsdruck in Oberbrügge, © Florian Hesse

Wirklich zufriedenstellend ist die Situation in Oberbrügge und Ehringhausen nicht. Doch zu ändern ist sie wohl kaum. Die Umleitung des Regionalverkehrs von der gesperrten Bundesstraße 229 zwischen Lüdenscheid-Brügge und Halver-Ostendorf auf die Heerstraße (L892) produziert Sorgen bei den Eltern von Schulkindern und Stress bei den Anwohnern.

Halver-Oberbrügge - „Es ist einfach voll“, sagt eine Anliegerin der Heerstraße im Gespräch mit dem Allgemeinen Anzeiger. Außerhalb der Stoßzeiten wird zügig gefahren, auch von schweren Lkw, die jetzt über die schmale Landstraße und durch den Ortskern rollen. Morgens und nachmittags, wenn der Verkehr dichter wird, löst sich das Geschwindigkeitsproblem von selbst. Dann stehen die Linksabbieger Richtung Lüdenscheid Schlange an der Einmündung zur Volmestraße (B54).

Sowohl die Stadt Halver wie auch die Polizei behielten die Situation im Auge, sagt Lutz Eicker vom Ordnungsamt der Stadt Halver. Eine erste Nachbesserung nach Inbetriebnahme der Umleitung zum Schuljahresbeginn wurde bereits auf den Weg gebracht. Dabei geht es um ein beidseitiges Halteverbot an der Heerstraße, um nicht permanent Ausweichsituationen zu provozieren.

Breiter Gehweg mit Hochbord

Eine konkrete Gefährdungssituation für die Schulkinder der Regenbogenschule in Oberbrügge sieht er jedoch nicht. Die Gehwege seien beidseitig auf 1,50 Metern Breite ausgebaut und mit Hochborden gesichert. An zwei Stellen der Heerstraße seien Querungshilfen eingebaut, im Kreuzungsbereich Am Nocken zusätzlich mit einer Tempo-30-Beschilderung für die Schulkinder.

Vorgesehen sei zudem die Anbringung von Warntafeln, die auf eine Überschreitung der Geschwindigkeit hinweisen. Doch eine durchgängige Beschränkung der Ortsdurchfahrt auf 30 km/h sei für die Landesstraße nicht in Sicht, sagt Lutz Eicker.

Angekündigt ist die Vollsperrung der parallelen Bundesstraße 229 zwischen Ostendorf und Lüdenscheid-Brügge bis zum Jahresende, je nach Wetterentwicklung und Arbeitsablauf kann das auch länger dauern. Das hat unter anderem Auswirkungen auf die Nachbarstadt Lüdenscheid und deren Einpendler, aber auch für die Anwohner in Halver-Ostendorf. In den nächsten Ortsteil – das ist Brügge –, normalerweise einen Kilometer entfernt, fahren Ortskundige inzwischen die zehnfache Entfernung und damit rund 20 Minuten mit dem Auto.

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