Zwei Schulen werden zu einer

Schadstoffe in der Realschule - Baustelle in den Ferien

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Der Umbau der ausgelaufenen Realschule geht in den Sommerferien weiter.

Halver - Bereits seit 2014 laufen an der Realschule beziehungsweise Humboldtschule umfangreiche Umbaumaßnahmen. Auch in den aktuellen Sommerferien haben die Handwerker ordentlich zu tun. Viele Arbeiten sollen nämlich bis zum Schulstart fertig sein.

Stück für Stück wird aus zwei Schulen eine. Alles wird von links auf rechts gedreht. Dafür bleibt es in den kommenden sechs Wochen in dem Schulgebäude an der Humboldtstraße 5 nicht ruhig. Bohrhammer, Winkelschleifer und Kreissäge werden ständig zu hören sein. Die To-do-Liste ist noch lang. Insgesamt vier Teilmaßnahmen, für die rund eine Millionen aufgewendet werden, sind für die Ferienzeit geplant. 

Dass das alles klappt, wäre wünschenswert, betonen Katrin Siegmund und Michael Luedtke vom städtischen Bauamt bei einer Besichtigung der Baustelle am Dienstag. Schließlich klappe es mit den entsprechenden Firmen nun besser. Vor Ort waren auch Bürgermeister Michael Brosch und Kai Hellmann vom Schulamt. 

Neue Außenfassaden sind geplant

Unter anderem sollen in den Ferien die Außenfassaden zur Straße wie auch zum Schulhof saniert werden. „Das sollten wir schaffen“, ist Michael Luedtke zuversichtlich. Bereits vor drei Jahren war die Turnhalle an der Reihen, vor vier Jahren die Aula-Seite. 

Die Außenfassaden zur Straße und zum Schulhof könnten bald so aussehen.

Zudem wurde eine neue Schulküche gebaut. Auch die komplette Elektrik sei neu und die Infrastruktur werde an die digitalisierte Zukunft angepasst, erklären die Verantwortlichen. 

Das ist der jetzige Zustand der Fassade.

Eine Umgestaltung ist auch für den Lehrerzimmertrakt vorgesehen. Dieser wird erweitert. Dafür müssen die Arbeiter Wände herausbrechen, ein Aufenthaltsraum/eine Teeküche wird eingerichtet sowie Fenster mit Blick auf das Atrium.

Beseitigung von Schadstoffen in der Aula 

Ein wichtiger Aspekt im Rahmen der Arbeiten während der Ferien ist die Beseitigung von Schadstoffen, die unter dem Boden der Aula und dem Musikraum nebenan gefunden wurden. Dabei handelt es sich um sogenannte Polyzyklische Aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK). 

Die Schadstoffbeseitigung in der Aula ist in den Sommerferien an der Reihe.

Der alte Pakettkleber, der noch bis in die 1960er-Jahre verwendet wurde, enthalte teerhaltige Substanzen. Diese können krebserregende Stoffe in die Innenraumluft abgeben, erklärt Diplom-Ingenieur Frank Schmidt, vom Ingenieurbüro für Umweltschadstoffe aus Pirna, das für die Beseitigung des PAK verantwortlich ist. Der Schadstoff sei bereits im Musikraum verkapselt worden und die Raumluft werde gefiltert. Zuletzt bekommt der Raum eine Betondecke. 

Die Messwerte würden bereits jetzt bei null liegen. Der Boden der Aula ist nun an der Reihe. „In diesem Bereich wird ordnungsgemäß gearbeitet. Jeder ist mit Fingerspitzengefühl bei der Sache“, versichert Michael Brosch. Bereits jetzt sei es in den Räumen sicher, ergänzt Katrin Siegmund. Bis zum 11. Juli möchte man mit der Entsorgung der belasteten Materialien fertig sein. 

Neugestaltung des Atriums

Wenig einladend zum Spielen oder zum Pausieren ist derzeit noch das Atrium der Schule. In den kommenden Wochen steht eine Neugestaltung auf dem Plan, damit die Schüler den Innenhof nach einigen Jahren wieder nutzen können. Insgesamt freut sich der Bürgermeister, dass zehn der 15 eingesetzten Firmen aus Halver kommen und dass die Südseite der Schule auf Wunsch vieler eine Sonnenschutzanlage erhält. 

Kaum ein Stein bleibt bei den umfangreichen Umbauarbeiten in der Realschule auf dem anderen.

Gefördert werde diese Maßnahme aus dem Programm „Gute Schule 2020“, aus dem die Stadt in vier Jahren rund 283 000 Euro erhalten hat, erklärt Michael Brosch. Zudem fließen 100 000 Euro aus dem Kommunalen Investitionsfördergesetz in die Gestaltung des Atriums. Mittel aus diesem Topf seien schon bei der Sanierung der Aula- und der Turnhallenfassaden verwendet worden. Insgesamt hat die Stadt für die Umgestaltung der Realschule zur Humboldtschule, die als teilintegrierte Sekundarschule unter anderem spezielle Ansprüche an die Klassen stellt, bislang vier Millionen Euro ausgegeben.

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