Ulrich Nockemann übergibt nach 45 Jahren an neuen Inhaber

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Der Schriftzug ist vorerst abmontiert, doch an der „Marke Nockemann“ soll sich nichts ändern: Ulrich Nockemann (von rechts) freut sich gemeinsam mit Schmuck-Expertin Ursula Illing sowie Birgit und Ralf Meier-Böke über das Fortbestehen des Geschäfts.

Halver - Es gibt sie noch: Geschäfte, die mit ihrem Standort eng verbunden, die sogar Synonym für den Einzelhandel vor Ort sind. So wie das Geschäft von Ulrich Nockemann. Seit 45 Jahren steht sein Name für Expertise in Sachen Uhren, Augenoptik und Schmuck. Doch nun, im Alter von 70 Jahren, gibt der Halveraner das Geschäft am Runden Eck in neue Hände.

„Natürlich fällt so etwas nicht leicht, aber ich habe selbst gemerkt, dass es an der Zeit ist, sich rauszuziehen. Und meine Söhne haben mich darin unterstützt“, sagt Ulrich Nockemann, der vielen Halveranern nicht nur als Geschäftsmann, sondern auch als langjähriger Vorsitzender des Vereins „Pro Halver“ (heute Stadtmarketingverein) bekannt sein dürfte.

Nach insgesamt 54 Berufsjahren – 45 davon in der Selbstständigkeit – und drei Meisterprüfungen (zum Uhrmacher, Augenoptiker und Hörgeräte-Akustiker) sieht Nockemann die Zeit gekommen, sich in den wohlverdienten Ruhestand zu verabschieden. Zumindest in Sachen Augenoptik. Die Geschäftsführung der ausgegliederten Hörakustik-GmbH behält der passionierte Geschäftsmann ebenso inne wie seine Tätigkeit als Schmuck-Experte, der den Wert der Kostbarkeiten im Kundenauftrag mit geschultem Auge schätzt.

Seit 1970 prangt der Name Nockemann nun bereits an der Fassade des Hauses Frankfurter Straße 7. Dem Entschluss zur Selbstständigkeit folgten erfolgreiche Jahre als Einzelhändler, der sich weit über die Stadtgrenzen hinaus einen Namen gemacht hat. Diesem Renommee ist es wohl auch zu verdanken, dass die Suche nach einem Nachfolger in Halver leichter viel als etwa für die Niederlassung in Meinerzhagen. Und das Resultat dieser Suche hat einen Namen: Meier-Böke.

Ralf und Ehefrau Birgit Meier-Böke betreiben in dritter Generation ein Augenoptiker-Fachgeschäft an der Knapper Straße in Lüdenscheid, übernehmen nun das Geschäft Ulrich Nockemanns inklusive der Kunden – und bewahren vor allem das für viele Halveraner Wichtigste: den Namen. „Es wäre Wahnsinn, wenn wir den Namen Nockemann nicht weiter führen würden“, sagt Ralf Meier-Böke, dessen Name lediglich als „Untertitel“ des Nockemann-Schriftzuges präsent sein soll.

Das Geschäft selbst soll ab kommenden Mittwoch bis zur Wiedereröffnung am 5. Juli komplett erneuert werden, um dann „Hightech“ in Sachen Augenoptik einziehen zu lassen, wie Meier-Böke ankündigt. Der Nockemann-Nachfolger selbst will sich auf die Augenoptik konzentrieren – doch auch Trendschmuck soll weiterhin angeboten werden. Und zwar unter bewährter Regie: Die bisherige Nockemann-Mitarbeiterin Ursula Illing macht sich selbstständig, um mit ihrer „Schmuck Ecke“ sozusagen einen „Shop im Shop“ einzurichten.

Und Illing wird für die Kunden ab 5. Juli nicht das einzige bekannte Gesicht sein: Ralf Meier-Böke kündigte gestern an, sämtliche Mitarbeiter des Augenoptik-Betriebs – Kathi Bunge, Katharina Janzen und Ulrich Oswald – übernehmen zu wollen.

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