Überfall auf Jogger nur ein Jungenstreich

HALVER ▪ Damit hatten die beiden Jungen, die am Samstag wie so oft im Wald spielten, sicherlich nicht gerechnet. Weil sie im Spiel – wie sie hinterher versicherten – einen 50-jährigen Jogger „überfielen“, mussten sie jetzt bei der Polizei vorsprechen.

Wie berichtet, war der Mann nach eigenen Angaben von zwei jungen Personen angesprochen und mit einer Handfeuerwaffe bedroht worden. Ob es sich dabei um Spielzeug handelte, konnte das Opfer, das direkt die Polizei informierte, nicht sagen. Die Polizei nahm den Vorfall jedoch ernst und bat öffentlich um Hilfe bei der Aufklärung des Falls.

Bereits am nächsten Morgen las einer der vermeintlichen Täter, ein zehnjähriger Junge, den Bericht in der Zeitung und gestand seiner Mutter, dass es sich um ihn und seinen elfjährigen Freund handelt. Diese habe sich daraufhin sofort mit der Polizei in Verbindung gesetzt. In den Anhörungen auf der Dienststelle wurde deutlich, dass die Kinder den Jogger nicht überfallen wollten. Vielmehr spielen sie oft im Wald und benutzen dabei Spielzeugwaffen, mit denen Plastikkügelchen verschossen werden können. Die Jungen gaben zu, dass sie schon des Öfteren Spaziergänger angehalten haben, die Hände hoch zu nehmen. „Die Kinder erklärten glaubhaft, dass manche mitspielen, andere eben nicht“, heißt es in einer Mitteilung der Polizei. Auch der Jogger hatte erklärt, sich nicht bedroht gefühlt zu haben, allerdings hätte er ein mulmiges Gefühl gehabt, als ein Junge hinter ihm herlief und dazu noch eine schwarze Sturmhaube trug – ebenfalls ein Spielzeug, wie sich hinterher herausstellte. Die Eltern übergaben im Rahmen der Anhörungen die Spielzeugwaffen und die Sturmhaube. Straftatbestände seien zurzeit nicht erkennbar. Der Vorgang werde allerdings der Staatsanwaltschaft Hagen übersandt. ▪ kes

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