In Oberbrügge gibt es bald U3-Plätze

Die U3-Betreuung in Halver soll weiter ausgebaut werden. ▪ F. Zacharias

HALVER ▪ Bei der Betreuung unter dreijähriger Kinder ist Halver offenbar gut aufgestellt – und soll es bald sogar noch besser sein. Wie es aus dem Kreishaus am Donnerstag auf Anfrage des AA hieß, wird auch der katholische Kindergarten St. Georg künftig eine U3-Gruppe anbieten können.

Damit wäre in sämtlichen Einrichtungen Halvers eine entsprechende Betreuung gewährleistet.

Das ist auch eine Folge des von der Landesregierung anvisierten Rechtsanspruchs auf einen so genannten U3-Platz, der ab dem Kindergartenjahr 2013/14 gelten soll. Liegt die Versorgungsquote bei den drei- bis sechsjährigen Kindern im Märkischen Kreis derzeit bei etwa 96 Prozent, strebt Düsseldorf landesweit eine Quote von 32 Prozent für unter Dreijährige an. Das klingt immer noch nach zu wenigen Plätzen – doch die Realität zeige, dass man im Kreis in Sachen U3-Betreuung schon jetzt sehr gut aufgestellt sei, sagt Matthias Sauerland, der im Kreishaus für die Kindergartenbedarfsplanung für die kleineren Städte und Gemeinden wie Halver oder Schalksmühle zuständig ist.

Zwar liege die U3-Versorgungsquote in Halver für das am Mittwoch gestartete neue Kindergartenjahr bei nur 11,5 Prozent (46 Plätze für 399 Kinder), doch habe man bislang allen Eltern, die einen entsprechenden Betreuungsplatz suchten auch einen bieten können. „Da sind wir durchaus stolz drauf“, sagt Sauerland. Möglich sei das durch die Vielzahl an alternativen Betreuungsangeboten wie Tagesmüttern oder Spielkreisen, die die Abdeckung des tatsächlichen Bedarfs gewährleisteten. So sind in Halver bekanntlich in der „Flohkiste“ im Jugendheim Unter-Dreijährige willkommen.

Insofern sieht Sauerland entspannt dem kommenden Kindergartenjahr entgegen – obwohl er bislang nicht weiß, wie viele U3-Kinder es ab August 2013 tatsächlich in Halver gibt. „Diese Zahlen rufen wir erst ab Ende August ab, so dass wir im Januar genau wissen, mit wie vielen Kindern wir es zu tun haben.“ Doch einen plötzlichen, dramatischen Anstieg der Nachfrage erwartet Matthias Sauerland nicht. Zumal er anhand von Rückmeldungen aus den 53 Einrichtungen, die er betreut, bereits abschätzen kann, wo welcher Bedarf entsteht. „Wenn man nach dieser Umfrage aus dem Januar 2012 geht, haben wir derzeit kreisweit sogar ein leichtes Überangebot an U3-Plätzen.“ Auch das sei natürlich erwünscht, da auch im Laufe eines Kindergartenjahres Mädchen und Jungen untergebracht werden müssen – sei es aufgrund eines Umzugs oder aufgrund der Tatsache, dass der betreuende Elternteil zum Beispiel im Januar wieder in den Beruf einsteigt. Auch für diesen Fall müssen Kindergartenplätze vorgehalten werden.

Nicht vernachlässigen dürfe man außerdem die drei- bis sechsjährigen Kinder, die ja seit langem einen Rechtsanspruch auf einen Kita-Platz haben. „Selbst wenn ein U3-Platz nicht sofort belegt wird, so lässt er sich oft durch ein älteres Kind ausfüllen“, sagt Matthias Sauerland. Im aktuellen Kindergartenjahr besuchen nach ihm vorliegenden Zahlen 370 von 416 Drei- bis Sechsjährigen eine Kindertagesstätte in Halver. ▪ Frank Zacharias

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