Trotz erneuter Schließung ist viel zu tun im Halveraner Sozialkaufhaus

„Click & reserve“ im Werkhof

Mitarbeiter Sascha Seifert hat alle Hände voll zu tun. Besonders die gebrauchten Möbelstücke erfreuen sich im Werkhof einer großen Beliebtheit. 
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Mitarbeiter Sascha Seifert hat alle Hände voll zu tun. Besonders die gebrauchten Möbelstücke erfreuen sich im Werkhof einer großen Beliebtheit. 

Vom gebrauchten Fahrrad bis zur gut erhaltenen Wohnzimmereinrichtung ist im Werkhof alles für einen schmalen Geldbeutel zu finden. Doch auch das Sozialkaufhaus musste im Dezember seine Türen schließen – wie die meisten anderen Einzelhandelsgeschäfte auch. Erst seit dem 8. März durften Kunden wieder in den gut gefüllten Regalen stöbern. Doch damit ist zurzeit schon wieder Schluss.

Halver - Trotz offizieller Schließung kam bei Standortleiter Sven Keller und seinem Team in den letzten Monaten keine Langeweile auf. „Wir haben die Zeit genutzt für Umbau-, Renovierungs- und Reinigungsarbeiten“, erklärt der Leiter. Gleichzeitig seien aber auch die Annahmestellen weiter geöffnet gewesen. „Wir nehmen ja auch Elektroaltgeräte an und Grünschnitt.“ Auch gebrauchter Hausrat, Bücher und Möbel konnten weiterhin an den Werkhof gespendet werden.

Wie aus den Baumärkten bekannt, können auch im Werkhof während des Lockdowns Waren übers Internet ausgesucht und über das „click and reserve“-Angebot bestellt werden. „Die Kunden können sich die Artikel im Internet ansehen und dann hier anrufen, um sie zu reservieren. Wir fahren dann die Möbelstücke an die Rampe und die Leute können sie sich angucken und kaufen“, sagt Keller. Dieses System ist grundsätzlich eine gute Möglichkeit, weiterhin Waren anbieten zu können. Im Sozialkaufhaus funktioniert das allerdings nicht so gut: „Der Kunde möchte sich gerade bei gebrauchten Gegenständen vorher vergewissern, wie die Sachen aussehen, in welchem Zustand sie sich befinden und ob der Preis gerechtfertigt ist. Da möchte man gerne probesitzen und ausprobieren, was über das Internet so nicht funktioniert. Deshalb wird das Angebot etwas spärlicher angenommen.“

Definitiv Nachholbedarf

Umso größer war der Andrang, als die Türen der Einrichtung sich am 8. März wieder öffneten. „Die Kunden haben definitiv Nachholbedarf“, ist Sven Keller überzeugt. Die Nachfrage sei enorm gewesen. Die Kunden waren froh, mal wieder etwas anderes sehen und shoppen zu können. Die Zeit für die wiedergewonnene Einkaufsfreude musste allerdings begrenzt werden: „Wir geben etwa eine Dreiviertelstunde zum Shoppen vor, damit auch andere noch reinkommen können.“

Begrenzt wurde auch die Kundenanzahl. 25 Einkaufskörbe stehen für ebenso viele Kunden zur Verfügung. Mehr Personen durften sich nicht gleichzeitig in den Räumlichkeiten aufhalten. Die Fluktuation der Besucher konnte jedoch durch die vorher nötige Terminvergabe in Grenzen gehalten werden.

Umbau dauert an

Trotz Kurzarbeit hat das Werkhof-Team in den vergangenen Wochen einiges auf die Beine stellen können. Und die Arbeiten dauern noch immer an. „Wir sind immer noch dabei umzubauen. Die Maßnahmen werden erst im April abgeschlossen sein“, sagt Sven Keller. Der Verkauf sei noch so gewesen, wie die Kunden es gewohnt sind. Die Bekleidungsabteilung und die Bücherei werden derzeit vergrößert. „Durch das Umlagern der Schreinerei haben wir mehr Verkaufsfläche. Dadurch können wir auch mehr Matratzen als Neuware anbieten. Die können wir aus hygienischen Gründen nicht gebraucht verkaufen.“

Wie es im Werkhof zeitnah weitergehen wird, kann der Standortleiter noch nicht abschätzen. „Jetzt haben wir erstmal wieder geschlossen. Einkaufen mit unserem „click and reserve“-Angebot über die Internetseite www.werkhof-halver.de ist aber weiterhin möglich.“

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