Aus dem Trimmpfad soll ein „Vita-Parcours“ werden

Bislang erinnert unterhalb der Tennisplätze nur noch ein Schild an den alten Sport-Pfad. ▪ F. Zacharias

HALVER ▪ Noch in diesem Jahr soll der alte Trimm-Dich-Pfad hinter dem Waldfreibad Herpine reaktiviert werden. Das bestätigten Bürgermeister Dr. Bernd Eicker und die Breitensportbeauftragte des Stadtsportverbands (SSV), Claudia Wrede, jetzt auf Anfrage unserer Zeitung.

Wie berichtet, hatte der SSV bereits bei seiner Jahreshauptversammlung die Neubelebung des Sportpfades thematisiert und erklärt, die ihm angeschlossenen Vereine angeschrieben zu haben. Seither stehe man auch in engem Kontakt mit der Stadt, erklärte Claudia Wrede, die ebenso wie der Bürgermeister noch auf Sponsoren hofft – wobei die Kosten mithilfe von Muskelkraft so gering wie möglich gehalten werden sollen. „Zahlen müssen wir erstmal nur für die Beschilderung und für eventuell benötigtes Arbeitsmaterial“, so Wrede. Dabei wolle man auf das in der Schweiz verbreitete „Vita-Parcours“-Konzept zurückgreifen, das vereinzelt auch in Deutschland genutzt wird – unter anderem am Neuenrader Kohlberg.

Ende 2008 ist dort ein 3,3 Kilometer langer Trimm-pfad mit 15 Übungsstationen entstanden. „Das wollen wir uns jetzt auch noch einmal vor Ort anschauen“, kündigte Claudia Wrede einen Besuch der eigens eingerichteten Arbeitsgruppe des SSV in Neuenrade an.

Die Übungen des „Vita-Parcours“ seien, so heißt es von Seiten der Stadt Neuenrade, nach sportmedizinischen Gesichtspunkten zusammengestellt worden. Dabei sollen sie sowohl die Beweglichkeit als auch Geschicklichkeit und Ausdauer schulen. Zum Teil stehen verschiedene Schwierigkeitsgrade zur Auswahl. Ob Dehnübungen, Froschhüpfen über Hindernisse oder Liegestütze: Die „Vita-Parcours“-Hinweisschilder geben dem Nutzer Tipps und Anleitungen – „Es macht Sinn, auch diese Originalschilder zu nutzen“, betont Claudia Wrede. Kostenpunkt inklusive eventuell notwendiger Einbetonierung: 1500 Euro. Der Aufbau und die Unterhaltung sollen durch die Halveraner Vereine gestemmt werden, die sich im Optimalfall um eine Station kümmern, diese aufbauen und in der Folge auch pflegen.

Ausgangspunkt der Route soll das Kneipp-Tretbecken hinter dem Freibad sein, das man auf dem Weg zu den Fischteichen passiert. Auf der folgenden, circa zwei Kilometer langen Strecke sollen dann insgesamt zehn Übungsstationen angeboten werden. Zwar bietet der „Vita-Parcours“ eigentlich 18 Stationen an, doch auf Reckstangen oder andere teuere Geräte will der SSV verzichten – nicht nur aus Kosten-, sondern auch aus versicherungstechnischen Gründen. „Die Haftungsfrage muss noch im Detail geklärt werden“, räumt auch Bürgermeister Bernd Eicker ein, der den „Vitaparcous“ und nicht zuletzt den entstehenden Klettergarten als wichtige Bestandteile eines neuen Sport- und Freizeitzentrums neben dem Waldfreibad sieht. ▪ Frank Zacharias

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