Neun Stationen auf 2000 Metern

Astrid Bangert (hinten) und Claudia Wrede vom Stadtsportverband überzeugten sich gestern selbst von den Geräten des neu ins Leben gerufenen Trimm-Dich-Pfades im Herpinetal. Hier testen sie den Balancierbalken an Station 2. - Fotos: Domke

Halver - Jogginghose an, Sportschuhe schnüren und rauf auf den Trimm-Dich-Pfad! Die rund zwei Kilometer lange Strecke im Herpinetal lädt seit diesem Sommer an insgesamt neun Stationen zur körperlichen Ertüchtigung ein - Profis und Anfänger werden hier gleichermaßen gefordert.

„Wir wollten den Pfad so anspruchsvoll wie möglich gestalten und gleichzeitig keinen unter- oder überfordern“, erklärt die Breitensportbeauftragte des Stadtsportverbandes Claudia Wrede im Rahmen eines Vor-Ort-Gesprächs. Gemeinsam mit Jugendwartin Astrid Bangert nahm sie den Trimm-Dich-Pfad gestern genauer unter die Lupe.

Die Entscheidung, einen Trimm-Dich-Pfad in Halver erneut zu etablieren, fiel vor etwa drei Jahren. Der Vorstand des TuS Grünenbaum gab den Impuls im Rahmen eines Stadtsportverbands-Treffens. Allerdings erwiesen sich die Planungen, den alten Weg wiederherzustellen, als schwierig, war er doch im Laufe der ungenutzten Jahre verwildert und die Wege nahezu zugewachsen. Mitarbeiter des Bauhofs waren es schließlich, die den Fokus auf den viel frequentierten Weg im Herpinetal lenkten. „Hier haben wir einen gut präparierten Weg und ausreichend Platz“, erklärt Wrede die Entscheidung. Was folgte, waren Gespräche zur Umsetzung und Gestaltung der Sportgeräte mit den Mitarbeitern des städtischen Bauhofs. Hinzu kam die Abstimmung mit Forstinspektor Ulrich Ackfeld. Denn der Weg durch das Herpinetal führt neben städtischem, auch durch privaten Wald. Doch die intensiven Planungen haben sich gelohnt. Auf zwei Kilometern konnten, auch durch die Spendenbereitschaft der Sparkasse Lüdenscheid, wie Wrede betont, Trimm-Stationen errichtet werden. „Die Geräte waren recht teuer, bis zu 1500 Euro pro Stück“, so Wrede weiter. Hinzu kommen die erklärenden Stationsschilder sowie Richtungsweiser und Distanzschilder nach jeweils 100 Metern.

Die Reihenfolge und die Art der Stationen legten Wrede und Bangert gemeinsam mit dem Sportwart des Stadtsportverbandes, Dirk Maximowitz, fest. Los geht es an Station 1 mit aufwärmenden Dehnübungen - empfohlene Wiederholungen je nach Trainingsstand. Weiter geht es zum Balancier-Balken, auf dem die Koordination geschult werden soll. Mit Liegestützen, Wechselsprüngen und Sit-Ups an den nachfolgenden Stationen dreht sich schließlich alles um die Kraftausbildung; auf einem wurzeligen, schmalen Pfad sprintet der Sportler dann zur letzten Station: Dehnungen zum Abschluss.

Der Trimm-Dich-Pfad im Herpinetal, der vom Parkplatz des Waldfreibades einfach zu erreichen ist, richtet sich an ambitionierte Sportler ebenso wie an Anfänger. „Sportvereine können den Pfad in ihre Saisonvorbereitung integrieren“, schlägt Wrede vor.

Mit dem Trimm-Dich-Pfad hat sich das Herpinetal innerhalb der vergangenen Jahre zu einem Sport- und Naturareal entwickelt, ist hier doch zudem das Waldfreibad Herpine, der Klettergarten und der Waldlehrpfad des Baumvereins zu finden.

Offiziell eröffnet werden soll der Trimm-Dich-Pfad im September. Claudia Wrede: „Aber loslegen kann jeder Interessierte jetzt natürlich auch schon.“

Von Friederike Domke

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