Triathlet Michael Grothe nach drei Stunden in Hamburg im Ziel

Michael Grothe (Mitte) noch vor seinem Start beim ITU Triathlon in Hamburg am vergangenen Wochenende. Im Rahmen des in die Veranstaltung integrierten „Triathlon4Africa“ erlief er gemeinsam mit elf weiteren Sportlern 18 000 Euro. Darüber freuten sich Carsten Meier (links), Kameramann beim ERF (Evangeliumsrundfunk) sowie der Initiator der Afrika-Projekte, Thorsten Grahn.

Halver -  Nach drei Stunden, zwei Minuten und 33 Sekunden war er im Ziel. Michael Grothe aus Halver hat am Wochenende am ITU Triathlon in Hamburg teilgenommen.

Von Friederike Domke

Mit seiner Zeit ist er sehr zufrieden, allerdings lief der Halveraner nicht nur für sich, sondern auch – gemeinsam mit elf weiteren Sportlern – für Hilfsprojekte in Afrika. Auf über 18 000 Euro haben sich Spenden am Wochenende summiert. Und darauf ist er stolz.

Es ist eine Idee des „ERF International“, dem Evangeliumsrundfunk in Wetzlar, bei der Sport und die Möglichkeit, Menschen in Afrika zu helfen, verknüpft wird. Drei Projekte sollen nun mit dem Erlös des Triathlons unterstützt werden: Projekt Hanna, Projekt Samuel und das Projekt „Afrika soll leben“, das Michael Grothe besonders am Herzen liegt. Es verfolgt die konkrete Lebenshilfe für Menschen in Ost- und Westafrika, bei der Radiobeiträge auf Suaheli und Französisch verfasst werden und – in Kenia und der Elfenbeinküste produziert – Menschen Unterstützung, lebensnahe Hilfe und Tipps erhalten. Grothe: „Für die Unterstützung der Sponsoren möchte ich mich sehr bedanken.“

Die Veranstalter des Triathlons gaben eine Zielzeit von dreieinhalb Stunden vor, Sponsoren konnten einen beliebigen Betrag pro Minute, die Michael Grothe unter der Zielzeit blieb, spenden. „Eigentlich hatte ich mir das Ziel gesetzt, unter drei Stunden ins Ziel zu kommen“, berichtet er im Gespräch mit dem AA. Dass das bis auf zwei Minuten nicht ganz geklappt hat, ärgert ihn aber nicht. „Ich habe im Schwimmen diese Zeit verloren. Und in der Wechselzone war es immer relativ voll.“ 1500 Meter Schwimmen, 40 Kilometer Radfahren und 10 Kilometer Laufen hat Michael Grothe in der olympischen Disziplin am Sonntag absolviert. „Als ich ins Ziel kam, fühlte sich das alles unglaublich an“, so Grothe weiter, der in der Woche bis zu fünfmal Sport treibt. Die vielen Zuschauer, die positive Stimmung und die Kulisse der Hansestadt taten neben der Freude über den persönlichen sportlichen Erfolg ihr Übriges.

Angereist war Michael Grothe bereits am Freitag. Er nutzte die Zeit, um sich am Samstag die Profiwettkämpfe anzuschauen. Dabei konnte er unter anderem einen Blick auf Olympiasieger und Weltmeister erhaschen, unter ihnen die Brüder Alistair und Jonny Brownlee aus Großbritannien.

Auf seinem Erfolg ausruhen will sich Michael Grothe aber nicht, Sport und die Teilnahme an Wettkämpfen gehören zu seinem Leben. Seinen ersten Triathlon bestritt Michael Grothe mit 15 Jahren, seitdem hat ihn das Sport-Fieber gepackt. Der nächste Start ist im benachbarten Hückeswagen geplant. „Und in Hamburg bin ich, wenn nichts dazwischen kommt, im kommenden Jahr ganz bestimmt auch wieder dabei.“

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